Eishockey
Kilian Keller ist größtes Talent des EV Füssen seit Jahren

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Die Neigung der Menschen, kleine Dinge für wichtig zu halten, hat sehr viel Großes hervorgebracht. (Georg Christoph Lichtenberg) Füssen Manchmal sind es Kleinigkeiten, die einen Menschen, die sein Leben ausmachen.

Jene Dinge, die mehr über jemanden verraten, als tausend Worte es könnten. Um den Charakter von Kilian Keller zu begreifen, reicht vielleicht schon eine kleine Geschichte, die sich um den Eishockeyspieler des EV Füssen rankt. Am Ende einer langen Saison ist der 17-Jährige einst bei den Verantwortlichen seines Vereins vorstellig geworden, um sich dafür zu bedanken, was der Klub einem jungen Spieler wie ihm alles ermöglicht. «Das habe ich noch nie erlebt», erklärt Markus Gmeiner beinahe bewundernd. «Das spricht Bände - und verrät, was für ein beeindruckender Mensch Kilian schon jetzt ist.» Denn der Jugendkoordinator des EV Füssen ist sich in einem sicher: Aus Keller könnte einmal ein großer Spieler werde.

«Er gehört zu den größten Talenten, die der Verein derzeit hat und in den vergangenen paar Jahren hatte», sagt Gemeiner. Ein Typ, der mit beiden Beinen auf dem Boden geblieben sei. Dem Verteidiger selbst sind solche Komplimente ein wenig unangenehm. «Natürlich freue ich mich über Lob», gesteht er mit einem verlegenen Lachen. Schließlich arbeite ein Sportler auch dafür die ganze Saison über hart. Aber Keller weiß: «Ich darf mich darauf nicht ausruhen.» Kritik motiviere ihn mehr und animiert das junge Talent, noch härter an sich zu arbeiten. «Es gibt noch so viel an mir zu verbessern», sagt er. Dabei hat der Auszubildende der Gemeinde Pfronten eine Saison hinter sich, die er selber nicht für möglich gehalten hätte.

Als Juniorenspieler in die Vorbereitung gegangen, fand sich der sympathische Spieler plötzlich in der Oberligamannschaft wieder - in der ersten Reihe, wohl gemerkt.

«Vor zwei Jahren habe ich noch zugeschaut und auf einmal stehe ich im ersten Block: Wahnsinn», staunt der Jungspund über seine Entwicklung. Doch damit nicht genug: Als Nationalspieler lief er für die U18 im April bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land auf und das erste Probetraining in der DEL stand auch schon auf dem Programm. «Da habe ich mit Leuten auf dem Eis gestanden, gegen die ich vorher nur auf meiner Playstation gespielt habe.» Irgendwann einmal soll diese noch fremde Welt sein zu Hause werden: als Profi. «Ich gebe mir aber noch ein paar Jahre Zeit», verspricht Keller, vorerst in Füssen zu bleiben.

Denn die Ausbildung steht für den ältesten von drei Brüdern in nächster Zeit an erster Stelle. Danach dürfe er dann entscheiden, wohin die Reise für ihn gehen darf, sagt Wolfgang Keller. Für seine Brüder, so der Vater, ist Kilian Keller schon jetzt ein großes Vorbild. Und vielleicht sind es ja wirklich solche kleinen Dinge, die ihn einmal zu einem Großen machen.

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