Eishockey
In der entscheidenden Phase der Saison verlassen drei Spieler den EV Pfronten

Die Nachricht kam am Morgen nach dem Spiel. Ein paar Worte, ein einziger Satz nur - verpackt in einer simplen Kurzmitteilung. Nichts Gutes hatte der Verfasser dem Trainer an jenem Vormittag mitzuteilen. Pietro Vacca hatte für sich entschieden, seinen Dienst beim EV Pfronten zu quittieren und seinen Neffen Manuel gleich mit abzumelden. Inmitten der Abstiegsrunde. Einfach so. Ohne Begründung. Doch für den Bayernligisten kam es noch dicker: Einen Tag später beschloss auch Raphael Minelli, nicht länger für die Falken aufzulaufen. Als der Stürmer in der Kabine erfuhr, dass er für das anstehende Spiel nicht zu den ersten drei Reihen gehörte, zog er sich spontan wieder um und ging nach Hause. Damit fehlen dem EV Pfronten in der wichtigen Schlussphase der Saison weitere drei Spieler, nachdem mit Yann Poirier, Christian Krötz, Martin Fröhlich, Peter Klammsteiner und Florian Umbreit bereits mehrere Akteure den sinkenden Kahn während der Saison verlassen hatten.

Warum die Spieler gegangen sind, ist intern aber kein Geheimnis. Alle Drei mussten zuletzt häufiger auf der Ersatzbank Platz nehmen, als ihnen lieb war, heißt es aus vereinsinternen Kreisen. Pietro Vacca hatte im Spiel am Abend vor seiner Kurzmitteilung nur ein Drittel spielen dürfen - weil die Leistung nicht stimmte, so Trainer Josef Navratil. Manuel Vacca kam an jenem Tag gar nicht zum Einsatz. Bei Minelli dürfte der Grund ähnlich gelagert sein: Auch er war im nächsten Spiel nur als Ersatzspieler eingeplant - und er ging. «Manche Spieler glauben, dass sie spielen. Egal ob sie trainieren oder nicht. Das ist bei mir aber nicht der Fall», so Navratil. «Ich verlange sicher viel von meinen Spielern, aber nichts Unmögliches.

» Und in der Bayernliga nur einmal in der Woche zu trainieren sei ungenügend, erklärt der Trainer.

Das sieht auch Stefan Knöpfler so. «Wir spielen hier auf einem Niveau, auf dem man eine gewisse Professionalität erwarten darf», sagt der Kapitän. Auch in Pfronten werde noch immer nach Leistung aufgestellt. So wird es bei den Falken auch heute Abend bei der Partie in Germering und Sonntag um 18 Uhr zu Hause gegen Buchloe ein. Beide Spiele dienen Navratil zu einem Zweck: «Vorbereitung auf die Play-downs.»

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