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Im Pokal trifft der EV Füssen am Sonntag auf Riessersee

Sonntag, 18 Uhr, erste Runde im DEB-Pokal, EV Füssen gegen SC Riessersee: Das sind die nüchternen Fakten des ersten ernsthaften Duells für die Leoparden. Doch das Spiel ist weitaus mehr als der Vergleich eines Oberligisten mit einem Zweitligisten.

Es ist ein Duell, das seit bald 90 Jahren die Zuschauer im Voralpenland elektrisiert. Seit ihrer Gründung Anfang der zwanziger Jahre kreuzten sich die Wege der beiden Nachbarn immer wieder - bis heute. Die Oberbayern waren Füssens erster Gegner überhaupt, und beide Klubs prägten das Eishockey hierzulande über Jahrzehnte maßgeblich.

Die Erfolge sprechen für sich: Der EV Füssen wurde 16 Mal deutscher Meister, siebenmal Vizemeister, Garmisch zehnmal deutscher Meister sowie 15 Mal Vizemeister. Stolze Zahlen, wenngleich die große Zeit beider Teams Anfang der Achtziger Jahre zu Ende ging.

Umso schöner ist es für beide Vereine, dass es am Sonntag im Pokal zum Wiedersehen kommt. Der EV Füssen konnte sich angesichts des 90-jährigen Bestehens in diesem Jahr kaum einen besseren Gegner vorstellen – wenngleich der Zweitligist Favorit ist. 'Die Rollen sind klar verteilt', so Jürg Tiedge, geschäftsführender Vorstand der Leoparden. Wie im Vorjahr auch, als Füssen überraschend Zweitligist Schwenningen aus dem Wettbewerb schmiss.

'Es wäre jedoch vermessen, wenn wir glauben, dass uns das auf Anhieb wieder gelingt', sagt Tiedge. 'Allerdings werden wir unseren Spielern sicher nicht verbieten, sich ins Zeug zu legen.' Vor allem Trainer Dave Rich erwartet von seinem Team eine disziplinierte Vorstellung. 'Wir dürfen uns keine Fehler erlauben – das wird sofort bestraft.' Auch der Strafbank müsste das Team möglichst fern bleiben. 'Ich hoffe, dass wir Garmisch so zumindest ein bisschen ärgern können', sagt der neue, alte Trainer.

Doch trotz eines für Zweitligaverhältnisse eher kleinen Etats hat Geschäftsführer Ralph Bader ein richtig starkes Team zusammengestellt. Von den Kontingentspielern des Vorjahres blieb nur der slowakische Stürmer David Appel bei den Oberbayern im Team, wobei man unter der Zugspitze gespannt ist, wie er den Weggang des kongenialen Partners Lubor Dibelka verkraften wird.

Bei den Neuzugängen wurde rein auf die nordamerikanische Karte gesetzt: Verteidiger Jared Ross kam von Weißwasser und Andrew Lord aus der AHL. Komplettiert wird das Ausländer-Quintett von den Zwillingsbrüdern Michael und Joe Devin.

'Das sind alles richtig gute Ausländer, dazu haben sie mit Tim Regan, Josef Staltmayr und Benjamin Barz gute deutsche Spieler. Es wird nicht leicht für uns', sagt Dave Rich.

Zumal die Leoparden auf die beiden Verteidiger Kilian Keller und Lukas Jentsch verzichten müssen. 'Ein oder zwei Ausfälle fallen bei unserem Kader schwer ins Gewicht', so Rich. Aber: 'Alles ist möglich.'

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