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Füssen muss sich aufrappeln - Nach Heimniederlage gegen Klostersee droht das Aus

André Irrgang machte am späten Mittwochabend das, was Trainer von einem guten Eishockey-Torhüter erwarten: Er strahlte Ruhe aus. Auch noch nach dieser nervenaufreibenden dritten Partie in den Oberliga-Play-offs gegen Klostersee. Dabei hatte der EV Füssen soeben seinen größten Trumpf im Duell mit den Oberbayern, seinen Heimvorteil, aus der Hand gegeben. Ausgerechnet auf eigenem Eis passierte vor 874 Zuschauern das, was das Team von Trainer Georg Holzmann verhindern wollte: Klostersee ging in Füssen als Sieger vom Eis.

Das bittere 3:4 versetzte die Leoparden und ihre Fans in eine Art Schockzustand: Nach drei Spielen führt Klostersee die Serie mit 2:1 an, am heutigen Freitag (20 Uhr) könnten die Oberbayern den Sack zumachen - und die Saison für den EV Füssen frühzeitig beenden.

Einer aber schien sich dem kollektiven Kopfschütteln entziehen zu können: Torhüter Irrgang. Zwar war auch Füssens Urgestein unmittelbar nach dem Spiel nicht in der Lage, die Geschehnisse zu erklären. Doch der 33-Jährige machte eines unmissverständlich klar: «Wir sind noch lange nicht tot.» Die stoische Ruhe des erfahrenen Torhüters verlieh seinen Worten Nachdruck und so klang der einfache Satz nicht nach plumper Durchhalteparole. «Der Gegner will den Sack heute zumachen - das kommt uns nur entgegen», analysierte Irrgang trocken.

Und obwohl die Leoparden mit dem Rücken zur Wand stehen, sieht der Keeper den Druck eher bei Klostersee. «Der letzte Sieg der Serie ist der schwerste.»

Sein Team müsse die Zeit bis zum Spiel in Grafing nutzen, den Kopf wieder freizukriegen. Und nicht zuletzt den Verlust des Torjägers Sascha Holz zu verkraften. Der handelte sich am Mittwoch eine Spieldauerstrafe ein und wird heute fehlen. Auch ohne den besten Spieler der Oberliga muss sich das Team von Holzmann ein Mittel überlegen, dem hart spielenden Gegner den Schneid wieder abzukaufen.

Klostersee scheint in der harten Gangart ein probates Mittel gegen die favorisierten Leoparden gefunden zu haben: Mit aggressivem Forechecking unterbinden die Oberbayern das berüchtigt schnelle Spiel des EV Füssen und haben in der Offensive zudem das nötige Glück. «Allerdings machten wir es Klostersee auch zu einfach», bemängelt Irrgang. Das soll heute anders werden.

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