Eishockey
EV Füssen unterliegt SC Riessersee mit 2:7

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DNL, Verletzungen, Vaterfreuden – mit nur 13 Feldspielern stand der Eissportverein Füssen beim SC Riessersee schlussendlich auf verlorenem Posten. 2:7 (1:3, 0:2, 1:2) hieß es am Ende für den Vierten der Oberliga, der bekanntlich durch seine Planinsolvenz in der Verzahnungsrunde mit der Bayernliga an den Start gehen muss. Der Rückstand nach dem ersten Abschnitt war für die Füssener eher unglücklich, ab dem zweiten überzeugten die Werdenfelser aber mit schnellem und direktem Spiel und verdienten sich den Erfolg.

Fast 1.500 Zuschauer wollten trotz der schwierigen Straßenverhältnisse das Duell der Altmeister sehen und sie wurden Zeugen einer Anfangsphase, die klar den Gästen gehörte. Vier richtig gute Chancen musste der ehemalige EVF-Torhüter Daniel Fießinger entschärfen, ehe Garmisch zu diesem Zeitpunkt überraschend die Führung durch einen nicht unbedingt zwingenden Schlenzer gelang. Auch der zweite Treffer des SCR schien in dieser Kategorie, dazwischen hatte Samuel Payeur ganz genau gezielt und zum Ausgleich getroffen. Passend zu seiner Trikotnummer war es bereits das 27. Saisontor des Stürmers. Vorausgegangen war allerdings eine Großchance des SCR. Als eine Minute nach dem zweiten Treffer auch noch das 3:1 nach einem Scheibenverlust fiel, nahm die Partie den erwarteten Lauf.

Im zweiten Drittel kam dann Benedikt Hötzinger für den angeschlagenen Maximilian Meier ins Tor, und er hatte in Unterzahl gleich einige Möglichkeiten, um sich auszuzeichnen. Als der EVF nach einer Strafzeit ins Powerplay kam, boten sich gute Möglichkeiten zum Anschlusstreffer, aber Daniel Fießinger war nicht zu bezwingen. Wieder vollzählig schnürte Garmisch die Ostallgäuer nun immer mehr ein. Zwei Treffer zur Mitte des Spiels zwangen EVF-Trainer Andi Becherer zu einer Auszeit, danach gab es wenigstens wieder ein paar Entlastungsangriffe.

In Überzahl starteten die Schwarz-Gelben in den letzten Abschnitt, hier spielte aber der langjährige Zweitligastürmer Florian Vollmer seine ganze Klasse aus und erhöhte per Shorthander auf 6:1. Das Tempo war nun aus dem gelaufenen Spiel, Garmisch zwar weiter feldüberlegen, große Chancen blieben aber eher Mangelware. Füssen steckte trotz des kleinen Kaders zumindest nicht auf und hatte in der Schlussphase noch einige gute Möglichkeiten zur Ergebniskosmetik. Es traf aber lediglich Ron Newhook, welchem der SCR ein kurioses Tor zum Endstand folgen ließ.

Durch die Niederlage rutschte der EVF in der Tabelle gleich drei Plätze ab und belegt nun nur noch den sechsten Rang. Allerdings liegen die Teams nach wie vor so eng beisammen, dass sich an einem Wochenende wieder alles ändern kann. Am nächsten geht es für die Füssener gleich zweimal gegen den Vorletzten EHC Königsbrunn, und hier sind bei allem Respekt vor dem Gegner sechs Zähler fast schon Pflicht, um nochmals oben anzugreifen zu können.

Autor:

Michael Lang aus Kempten

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