Eishockey-Pressemitteilung
EV Füssen unterliegt Königsbrunn mit 2:6

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Der EV Füssen hat die große Chance verpasst, mit dem Tabellenzweiten TEV Miesbach nach Punkten gleich zu ziehen. Nach einer über weite Strecken schwacher Vorstellung unterlagen die heimischen Cracks dem EHC Königsbrunn überraschend mit 2:6 (0:1, 1:3, 1:2) und liegen damit auch nach diesem Wochenende nur auf dem sechsten Platz. Positiv: Dank der Ausgeglichenheit der Liga hat man nur drei Punkte Rückstand auf den zweiten Rang. Negativ: Würde jetzt abgerechnet, wäre man nicht auf einem Playoff-Platz.

Die ersten fünf Spielminuten machte der EVF gleich Druck, man wollte wie schon beim 9:5 am Freitag gegen den gleichen Gegner eine frühe Führung. Ein Powerplay verstrich jedoch ereignislos, und in der sechsten Minute hieß es aus heiterem Himmel 0:1. Rinke hatte von hinter dem Tor Goalie Benedikt Hötzinger angeschossen, von ihm trudelte die Scheibe über die Linie. Nach diesem unglücklichen Gegentor kam Königsbrunn besser in die Partie und zu zwei weiteren Chancen, die besseren Möglichkeiten hatte aber das Heimteam. Eine Scheibe kratzte der Gegner gerade noch von der Linie, Payeur und Vaitl scheiterten knapp. Eine doppelte Überzahl brachte eineinhalb Minuten lang Druck und eine Riesenchance, aber keinen Treffer. Als die Gäste kurz vor Ende des Abschnitts zum ersten Mal ins Powerplay kamen, brannte es gleich lichterloh vor dem Füssener Kasten. Auger traf den Pfosten, Szwez setzte die Scheibe frei über das Tor.

Die Strafzeit reichte auch noch in das Mitteldrittel, und hier traf nach 38 Sekunden Forster im zweiten Nachschuss zum 0:2. Nun war der EVF total verunsichert, die nächsten fünf Minuten spielten nur noch die Gäste. In dieser Phase rettete Hötzinger vor einem höheren Rückstand. Die vermeintliche Wende kam erst nach einem Fehler der Brunnenstädter im Aufbauspiel. Newhook und Meier liefen 2 gegen 0 auf das gegnerische Tor, verfehlten dieses aber. Vaitl, Meier und Klein hatten in der Folge große Möglichkeiten, die Gäste schwammen nun. Forster sah aber das rettende Ufer in Form von Auger. Er schickte diesen über die Bande auf die Reise – 0:3. Der Treffer in die Füssener Drangphase zeigte Wirkung. Zwar hatten Besl, Meier und Vaitl danach weitere gute Chancen, Königsbrunn spielte aber auch in seinem zweiten Powerplay seine Routine aus. Das Duo Matthias Forster und Dominic Auger, zusammen mit der Erfahrung aus 152 DEL- und 1444 Zweitliga-Spielen, war vom EVF an diesem Abend nicht in den Griff zu bekommen und nutze die Chance prompt zum 0:4. Damit war eigentlich bereits die Vorentscheidung gefallen, auch wenn Marc Besl in diesem Drittel noch auf 1:4 verkürzte.

Eine doppelte Unterzahl überstanden die Schwarz-Gelben schadlos, ehe man nochmals Druck aufbauen konnte. Nach einem Schuss von Marc Besl fiel die Scheibe wohl ins Königsbrunner Tor, der Schiedsrichter gab aber keinen Treffer. Gleiches widerfuhr auch den Gästen bei einem Konter in der Schlussphase. Dazwischen hatte Maximilian Dropmann ein Überzahlspiel zum 2:4 genutzt, das war aber zu wenig, um noch eine Wende einzuleiten. Trotz dem Bemühen blieb vieles Stückwerk an diesem Abend. Nachdem der EVF bereits früh den Torhüter ersetzte, erzielte der EHC Königsbrunn das 2:5 ins leere Tor, nach dem selben Muster fiel auch noch das 2:6 durch Schütz, womit sich der Vorletzte der Tabelle für die Heimniederlage zwei Tage zuvor verdient revanchierte.

Trainer Sven Rampf (Königsbrunn): „Nachdem es am Freitag in die andere Richtung ging, haben wir heute alles richtig gemacht, was man in einem Auswärtsspiel richtig machen muss. Starker Torhüter, blaue Linie dicht, Überzahl nutzen. Wir haben das richtig Old School gespielt. Am Freitag haben wir verdient verloren, heute haben wir uns auch mit Glück zurück gekämpft. Entscheidend war unser Powerplay.“

Co-Trainer Max Holzmann (Füssen): „Der EHC hat verdient gewonnen, war um sein Tor sehr präsent. Wir waren heute nicht in einer Top-Verfassung, einige Spieler waren angeschlagen. Aber gerade wenn man weiß, dass man keinen Sahnetag hat, und es hat sich heute ja bereits früh abgezeichnet, dass wir kein Scheibenglück haben, darf man als Team nicht so viele schlechte Entscheidungen treffen. Anstatt einfach zu spielen haben wir heute komplizierte Sachen versucht wie die ganze Saison noch nicht. Außerdem haben wir zu selten die Power wie beim 2:4 gezeigt, was sonst unsere Stärke ist. Die Jungs sind jetzt geknickt, das war nicht unser Tag.“

Autor:

Michael Lang aus Kempten

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