Eishockey-Pressemitteilung
EV Füssen steht im Finale der Bayerischen Meisterschaft

Der EV Füssen hat durch den zweiten Sieg gegen den EHC Klostersee den Finaleinzug perfekt gemacht. Bei den Grafingern gelang dank einer konzentrierten Defensiv-Leistung ein 3:0-Erfolg (0:0, 2:0, 1:0). Damit trifft der EVF in der Endserie um die Bayerische Meisterschaft ab Freitag auf den TEV Miesbach, der sich im zweiten Halbfinale ebenfalls in zwei Spielen gegen den HC Landsberg durchsetzte.

Im Gegensatz zum Heimerfolg am Freitag hatte das Füssener Team diesmal ein anderes Gesicht. Topscorer Marc Besl war kurzfristig erkrankt, außerdem waren die DNL-Spieler nicht dabei. Trotzdem machte der EVF bereits von Beginn an Druck. In der dritten Minute scheiterte Markus Vaitl an der Torlatte, zwei Zeigerumdrehungen später sprang die Scheibe nach einem Schuss von Tobi Meier vom Innenpfosten ins Feld zurück. Eric Nadeau konnte zudem frei vor dem Tor die Scheibe nicht entscheidend kontrollieren. In Überzahl gab es weitere Chancen, aber keine Treffer. Beim ersten Powerplay der Gastgeber musste dann in der letzten Minute des ersten Abschnitts Benedikt Hötzinger sein ganzes Können aufbieten.

Als im zweiten Abschnitt nach Strafen gegen beide Teams viel Platz auf dem Eis war, nutzte das der perfekt frei gespielte Lubos Velebny, um den Puck per Expresslieferung ins Grafinger Tornetz zu senden – 0:1 in der 22. Spielminute. Klostersee antwortete mit wütenden Angriffen und fast mit dem Ausgleich. Thomas Hummer hatte nach einem Abpraller das leere Tor vor sich, doch Benedikt Hötzinger packte den NHL-Save aus und holte die Scheibe in der Drehung noch mit dem Stil seines Schlägers von der Linie – Prädikat Weltklasse. Auch gegen den frei durchgebrochenen Quinlan blieb er Sieger, auf der anderen Seite lief Eric Nadeau auf das gegnerische Tor zu. Kurios: Füssens Kapitän wurde vom Verteidiger abgedrängt und prallte mit dem Torhüter zusammen, das Tor verfehlte er knapp. Für diese Aktion bekam der Routinier zwei Strafminuten wegen Behinderung aufgebrummt. Auch das ist Bayernliga. Füssen überstand die Unterzahl, der EHC hatte im Gegenteil beim nächsten Powerplay der Füssener die größte Chance zum Ausgleich, der Unterzahlkonter des Schweden Persson verfehlte aber das Tor knapp. So musste wieder Lubos Velebny ans Spielgerät. 34. Spielminute, Schlagschuss, Adressat bekannt, 0:2. Jetzt hatte der EVF wieder Oberwasser und durch Eric Nadeau gleich drei Chancen, die letzte kurz vor Ende des Drittels hätte bestens freigespielt von Tyler Wood eigentlich das dritte Tor sein müssen.

Auch die Anfangsphase der letzten zwanzig Minuten gehörte den Schwarz-Gelben, von Klostersee war offensiv zunächst nichts zu sehen. Das änderte sich nach einer Meinungsverschiedenheit zwischen Florian Simon und Philipp Quinlan, die nach einer Disziplinarstrafe das Spielende für den Füssener Verteidiger bedeutete. Die Hausherren wurden nun immer dominanter und waren laufstärker, beim EVF schienen die Kräfte zu schwinden, es gab fast keine Entlastung mehr. So nahm Trainer Becherer in der 54. Minute eine Auszeit und sorgte für die neue Einstellung des Teams. In der Folge blieb Klostersee dominant, Füssen defensivstark. Brenzlig wurde es erst nach einer Strafzeit rund fünf Minuten vor Spielende, hier hatten die Grafinger gleich viermal den Anschlusstreffer auf dem Schläger. Hötzinger war aber nicht zu bezwingen und wurde völlig zurecht als bester Spieler der Partie gewählt. Und als der EHC dann den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, konterte der Oberliga-Aufsteiger aus dem Allgäu in der letzten Minute durch Ron Newhook zum 0:3-Endstand. Der Finaleinzug war perfekt.

Trainer Andreas Becherer (EV Füssen): „Das Spiel hat sich heute nicht so angefühlt wie ein Halbfinale, es war alles relativ brav, eher wie ein Ligaspiel. Ich denke, dass wir heute über 60 Minuten bis auf wenige Phasen sehr kontrolliert gespielt haben, sehr clever, und haben daher verdient gewonnen. Wir sind froh, jetzt im Finale zu stehen.“

Autor:

Michael Lang aus Kempten

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