Eishockey
EV Füssen mit frischem Selbstvertrauen

Zwei Tage nach seinen acht Konkurrenten in der Südgruppe der Eishockey-Oberliga startet am morgigen Sonntag ab 18.30 Uhr auch der EV Füssen ins Rennen um die acht Play-off-Plätze. Und das mit einem 23 Mann starken Kader, in dem neben einigen erfahrenen Cracks wie Kapitän Eric Nadeau (37) und Torhüter André Irrgang (33) wieder einmal eine Vielzahl von jungen Talenten aus der vereinseigenen Nachwuchsabteilung steht. Überraschend stieß am Freitag auch noch Pavel Mojtek (30) hinzu, der nach einem Probetraining bei Zweitligist ESV Kaufbeuren keinen Vertrag bekommen hatte.

Die Mannschaft Nach den schmerzlichen Abgängen von Abwehrspieler Mark Bernier und Stürmer Jeric Agosta haben die EVF-Verantwortlichen um den geschäftsführenden Vorstand Jürg Tiedge im Sommer den ukrainischen Angreifer Ruslan Bezshchasny (32) an den Kobelhang zurückgeholt.

Außerdem hat der amerikanische Verteidiger Douglas Kublin (22) zur Probe angeheuert. Aus Essen kehrte Julian Eichinger zurück. Er ist mit seinen 20 Jahren kaum älter als der 18-jährige Simon Sezemsky, der als einziger Feldspieler im Leoparden-Kader noch nicht in der Oberliga gespielt hat.

Gleichfalls noch ohne Oberligaeinsatz ist Torhüter Marc-Michael Henne (18), der wie einige andere Mannschaftskollegen sowohl in der 'Ersten' als auch im DNL-Team der Ostalläuer spielen wird.

Den vielen Nachwuchskräften sollen die Etablierten, neben Irrgang, Nadeau und Bezshchasny auch Sebastian Wolsch (27), Andrej Naumann (32) und Sascha Holz (39), als Mentoren zur Seite stehen. Als Joker könnte sich Pavel Mojtek entpuppen, den Jürg Tiedge am Freitag als Neuzugang präsentierte.

Der Tscheche, der jetzt einen deutschen Pass besitzt, lief bereits 2004 eine Saison lang als Kontingentspieler für Füssen auf. Für den EV Lindau war er vergangene Saison einer der besten Scorer der Bayernliga.

Die Vorbereitung Mit drei Niederlagen starteten die Schützlinge von Trainer Georg Holzmann (50) im August in die Vorbereitung. Seitdem kamen sie immer besser in Tritt.

Es folgten zwei Siege und ein Unentschieden gegen Bayernligisten, die den EVF-Coach zwischendurch dieses Fazit ziehen ließen: 'Die Mannschaft befindet sich mehr oder weniger im Soll. Am wichtigsten ist aber natürlich, dass wir zum Saisonbeginn topfit sind.'

In sehr starker Form präsentierten sich die Schwarzgelben dann auch im letzten Testmatch, der ersten Runde des DEB-Pokals. Zweiligist ERC Schwenningen wurde 5:4 nach Penaltyschießen bezwungen – für Holzmann 'eine kleine Sensation'.

Der Trainer Ex-Nationalspieler Holzmann verfügt nicht nur über jede Menge Eishockeysachvestand, sondern kennt sich auch am Kobelhang besonders gut aus. Tiedge hatte ihn vor zweieinhalb Jahren als 'Wunschtrainer' vorgestellt.

Auch in seiner dritten Saison an der EVF-Bande hat der frühere 'Eisenschorsch' hauptsächlich die Aufgabe, aus vielen unerfahrenen und einigen routinierteren Spielern eine Einheit zu bilden, die den Fans in Füssen nicht nur einigermaßen erfolgreiches, sondern auch möglichst attraktives Eishockey bietet.

Der erste Gegner Nachdem die Leoparden zum Saisonauftakt am Freitag spielfrei hatten, ist nun der EV Regensburg der erste Gegner. Vergangene Saison gab es dieses Aufeinandertreffen zum Auftakt noch in der Regensburger Halle. Für die Ostallgäuer git es dabei ein Wiedersehen mit dem erst im Sommer vom Lech an die Donau gewechselten Leopold Prantl.

Gastgeschenke wird es aber keine geben. 'Wir möchten einen Sieg einfahren', unterstreicht Holzmann das frische Selbstvertrauen, das sein Team durch den jüngsten Pokalsieg getankt hat.

Das Saisonziel Anders als vor Beginn der vergangenen Saison geben heuer nicht nur Tiedge und Holzmann, sondern auch manche Spieler wie Irrgang sowie Nadeau das 'Erreichen der Play-offs' quasi offiziell Saisonziel aus. Ebenso wichtig ist am Kobelhang, 'die jungen Spieler voranzubringen', sagt der Trainer.

Die Prognose der AZ Wenn es den Schwarzgelben gelingt, ihre zuletzt gebrachte Leistung über einen längeren Zeitraum konstant zu bestätigen, dann dürfte es den 'Holzmännern' sicherlich gelingen, eine gute Rolle in der Liga zu spielen. Wie man allerdings auch wissen sollte, ist Eishockey ein Tagesgeschäft und teilweise starken Schwankungen unterlegen.

Wenn die Leoparden jedoch einigermaßen vom Verletzungspech verschont bleiben und sich Doulgas Kublin als die erhoffte Verstärkung in der Abwehr herausstellen sollte, könnten sie vielleicht sogar im Kreis der Favoriten mitmischen und nach Bad Tölz sowie Peiting als Dritter in die Play-offs einziehen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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