Eishockey
EV Füssen fährt gegen EV Lindau ganz wichtigen 6:1-Sieg ein

EV Füssen gegen EV Lindau
  • EV Füssen gegen EV Lindau
  • Foto: EV Füssen
  • hochgeladen von Holger Mock

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen dem EV Füssen und den Lindau Islanders. Lange Zeit dominierten die Defensivreihen sowie die starken Torhüter die Partie, ehe am Ende des zweiten Drittels drei Treffer innerhalb von 84 Sekunden das Heimteam auf die Siegerstraße brachten. Am Ende stand ein verdienter, wenn auch etwas zu hoch ausgefallener 6:1-Sieg (0:0, 3:0, 3:1) für den EVF auf der Anzeigetafel. Damit konnte der Abstand auf den neunten Platz wieder auf zehn Zähler erhöht werden, gleichzeitig verbesserte man sich sogar auf den vierten Tabellenplatz.

Der erste Abschnitt war von viel Kampf geprägt, beide Mannschaften versuchten nur wenig im eigenen Drittel zuzulassen, so dass Chancen eher Mangelware waren. Die größten Möglichkeiten hatte auf Füssener Seite Tobias Meier, der gleich zweimal frei auf das gegnerische Tor zulief, aber beide Male Di Berado nicht überwinden konnte. Sein Bruder Maximilian im Füssener Kasten musste ebenfalls zweimal eingreifen, gegen Klingler packte er dabei den großen Fanghand-Save aus.

Das Mitteldrittel begann mit mehr Druck der Füssener, bei einer Strafzeit hatte aber Lindau gute Möglichkeiten. Zur Hälfte der Partie gab es dann eine doppelte Überzahlsituation für den EVF, doch zwei Riesenchancen konnten nicht verwandelt werden. Zunächst war der Schlussmann der Islanders schon geschlagen, der Pfosten rettete aber für ihn, dann glänzte er mit einer tollen Parade gegen Payeur, der aus kurzer Distanz abgezogen hatte.

Es lief bereits die 38. Spielminute, als Di Berado auch nicht mehr eingreifen konnte. Maximilian Dropmann traf von der blauen Linie, es war Millimeter-Arbeit. Nur 22 Sekunden später wurde sein Abwehrpartner Lubos Velebny nicht angegriffen und versenkte per Schlagschuss trocken zum 2:0. Und wieder nur eine Zeigerumdrehung später – Lindau hatte kurz zuvor eine Strafe erhalten – fälschte Tobias Meier einen Schuss von Marc Besl auch noch zum 3:0 ab. Aus Füssener Sicht ein furioses Finale des Abschnitts.

Das letzte Drittel begann der EVF aber in Unterzahl, hier traf Simon Klingler nach nur 28 Sekunden ebenfalls von der blauen Linie zum 3:1. Nach einem Fehler im Aufbauspiel kam kurz darauf Andreas Farny frei zum Schuss, traf aber nur den Pfosten. Es sollte die letzte Möglichkeit für Lindau gewesen sein wieder ins Spiel zu kommen, denn Füssen machte im Anschluss weitere Tore. Marco Deubler traf in Überzahl zum vorentscheidenden 4:1, ehe Marc Hofmann Premiere feierte und mit seinem allerersten Treffer im Seniorenbereich zum 5:1 nachlegte.

Nun schlugen die Gäste angesichts des deutlichen Rückstands eine nicht so schöne Gangart ein, was zunächst in einer handfesten Keilerei zwischen Florian Simon und Florian Lüsch mündete, bei welcher es ebenfalls einschlug. Für den Füssener Punktsieger und seinen Kontrahenten war die Partie damit vorzeitig beendet. Einen mit langem Pass von Jalen Schulz eingeleiteten Konter verwandelte kurz darauf Samuel Payeur gekonnt zum 6:1. Die Islanders wollten nun aber wohl nochmals ein Zeichen setzen, vier Minuten vor Ende eskalierte die Situation dann nach einer ganzen Reihe wilder Checks etwas. Louis Trattner fing sich hierbei eine Spieldauerstrafe ein.

Füssen agierte den Rest der Partie in Überzahl, Payeur traf dabei noch den Pfosten, der ganz große Druck wurde verständlicherweise aber nicht mehr ausgeübt, der Sieg stand bereits fest.

Trainer Franz Sturm (Lindau): „Ich denke, das Resultat ist zu hoch, wir haben 35 Minuten lang sehr gut gespielt, hätten auch ein oder zwei Tore machen können. Nach dem Rückstand sind wir mit dem Powerplaytor zwar gut zurück gekommen, aber wir haben heute Weihnachtsgeschenke verteilt, obwohl Weihnachten schon vorbei ist. Wir müssen jetzt schauen, dass wir in den nächsten Spielen punkten.“

Trainer Andreas Becherer (Füssen): „Nach den drei verschenkten Punkten gegen Weiden wollten wir heute etwas gut machen, aber es war ein zäher Start. Da hätte man nicht gedacht, dass es noch so flott wird, auch mit den manchmal dazu gehörigen Emotionen. Heute fand ich waren wir einen Ticken frischer in der Defensivleistung, hatten auch manchmal das nötige Glück und einen starken Maxi Meier im Tor, um die Punkte diesmal einzufahren.“

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