Heimatreporter-Beitrag
ERC Lechbruck: Bärenstarke Aufholjagd wird mit einem Punkt belohnt

Der Kampf bis zur letzten Sekunde hat sich gelohnt: Lechbruck holt einen 0:4-Rückstand in Memmingen auf.
  • Der Kampf bis zur letzten Sekunde hat sich gelohnt: Lechbruck holt einen 0:4-Rückstand in Memmingen auf.
  • Foto: ERC Lechbruck
  • hochgeladen von Manfred Sitter

Der ERC Lechbruck startete am Freitag mit dem Auswärtsspiel beim HC Maustadt in die Punktrunde. Mit Kapitän Matthias Erhard und Torhüter Lukas Bauer fielen zwei Leistungsträger aus, trotzdem konnte ERC-Trainer Jörg Peters einen schlagkräftigen 17-Mann-Kader ins Rennen schicken.

Den besseren Start erwischten die Maustädter, die aggressiv und kombinationssicher aus der Kabine kamen. Die Flößer spielten zwar druckvoll nach vorne, vernachlässigten jedoch die Defensive. In der fünften Minute nutzten die Hausherren eine Überzahlsituation zum 1:0, ließen ein weiteres Kontertor folgen (9.) und bauten die Führung in der 16. Minute in eigener Unterzahl gar auf 3:0 aus. Die zahlreichen Torchancen der Lecher blieben ungenutzt und so konnte man von einem klassischen Fehlstart nach den ersten zwanzig Minuten sprechen.

Im zweiten Drittel stabilisierte der ERC seine Defensivarbeit, die Flößer gingen nun konzentrierter und zielstrebiger ans Werk. Lechbruck kämpfte sich nun verbissen ins Spiel und erarbeitete sich eine optische Überlegenheit. Doch was die Peters-Truppe auch probierte, der Puck wollte einfach nicht über die Linie ins Maustädter Tor. So blieb es auch zur zweiten Pause beim Spielstand von 3:0 für Maustadt.

Im letzten Abschnitt kamen die Flößer nun wie die Feuerwehr aus der Kabine. Es war deutlich zu spüren, dass sich der ERC noch lange nicht aufgegeben hat. Vom ersten Bully weg war klar, für die Blau-Weißen sollte das Spiel nun noch einmal von vorne beginnen. Körpersprache und Überzeugung waren nun deutlich erkennbar. Doch ging der Offensivwirbel erstmal nach hinten los: Maustadt erhöhte durch einen Fehler in der Hintermannschaft des ERC auf 4:0. War’s das? Jörg Peters stellte nun auf zwei Reihen um und endlich in der 49. Minute, der erste Treffer für den ERC durch Florian Graml. Was jetzt folgte war eine Angriffswelle nach der anderen. Und die Geschichte nahm seinen Lauf: In der 55. Minute verkürzte ebenfalls Florian Graml auf 2:4. Es spielte jetzt nur noch Lechbruck. Matthias Köpf netzte in der 57. Minute zum 3:4 ein, ehe sein Bruder Marcus Köpf den vielumjubelten 4:4-Ausgleich im Tor versenkte. Eine unnötige Aktion brachte nun Dominik Kösl eine 2 plus 10 – Strafzeit ein, welche Maustadt tatsächlich zur 5:4-Führung nutzte (58.). Der ERC nahm nun Patrick Dietl aus dem Tor und setzte alles auf eine Karte. Kaum mehr eineinhalb Minuten sollten den Flößern verbleiben. Die Lecher ließen keinen Zweifel daran, dass sie hier noch nicht erledigt sind. Mit 6 Mann wurde Maustadt eingeschnürt und tatsächlich, drei Sekunden vor Schluss erzielte Marcus Köpf den Ausgleich. Die Halle stand nun Kopf – die Hausherren konnten es nicht fassen und die Lecher Spieler und Anhänger lagen sich vor Freude in den Armen. Das Penaltyschießen mußte nun entscheiden und hier war Maustadt glücklicher unterwegs, was aber im Lechbrucker Lager kaum noch jemanden interessierte. Es war eines jener Spiele, das für eine Mannschaft viel wichtiger war als drei Punkte. So nimmt der ERC beim heimstarken HC Maustadt einen verdienten Punkt mit und startet mit einem Erfolgserlebnis in die Saison.

Spielstatistik: HC Maustadt – ERC Lechbruck 6:5 n. P. (3:0;0:0;2:5/1:0)

Tore:         1:0 (04:45) James Nagle (Johannes Epple, Philipp Hacker) 5-4 PP, 2:0 (08:18) Ingo Nieder                                    (Florian Schwarz), 3:0 (15:52) Florian Schwarz (Ingo Nieder) 4-5 SHG, 4:0 (42:29)                                                      Johannes Epple (James Nagle), 4:1 (48:04) Florian Graml (Lukas Baader, Jonas Seitz), 4:2                                    (54:16) Florian Graml, 4:3 (56:20) Matthias Köpf (Lukas Baader), 4:4 (57:08) Marcus Köpf                                     (Patrick Völk, Dominik Kösl), 5:4 (57:23) James Nagle (Armin Pauli), 5:5 (59:57) Marcus                                          Köpf, 6:5 (60:00) James Nagle (Penalty).
Strafzeiten:    HCM 16, ERC 14 + 40

Autor:

Manfred Sitter aus Lechbruck

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