Spielbericht
Eishockey: Knappes Derby gegen Sonthofen geht mit 2:1 an den EV Füssen

Symbolbild

Hart umkämpft war das Füssener 2:1 (1:1, 0:0, 1:0) im Allgäuer Derby gegen den ERC Sonthofen. Die Gäste brauchen im Fernduell mit Weiden und Selb noch mindestens einen Punkt, um die Verzahnungsrunde mit der Bayernliga zu vermeiden, und zeigten dementsprechend auch eine couragierte Vorstellung. Am Ende siegte aber der EVF, da die Bulls aus ihren vorhandenen Chancen zu wenig machten. Füssen vergrößerte durch den Sieg den Vorsprung auf den neunten Tabellenplatz auf bereits 15 Punkte.

Die Gäste aus dem Oberallgäu starteten erwartungsgemäß mit viel Schwung in die Partie und hatten durch Schubert gleich eine gute Möglichkeit. Nach gut zwei Minuten überraschte Hechtl die EVF-Defensive mit einem Schuss aus spitzem Winkel zum 0:1. Doch nur 20 Sekunden später hieß es bereits 1:1, Marius Keller verwandelte einen Angriff aus kurzer Distanz. Zelenka und Homjakovs hatten danach jeweils die Führung für ihre Teams auf dem Schläger, verpassten aber. Beim ersten Überzahlspiel des ERC traf Sill nur den Pfosten, gegen Ende des Drittels hatten Payeur, Eichberger und Meier drei große Chancen, um den EVF in Front zu bringen.

Der mittlere Abschnitt sah einen offenen Schlagabtausch, beide Teams nahmen es mit der Abwehrarbeit nicht so genau. Sonthofen verpasste gleich dreimal die Chance zum zweiten Treffer, die größte Möglichkeit hatte zur Hälfte des Spiels aber der von Payeur ideal in Szene gesetzte Eichberger, der die Scheibe aber nicht über die Linie brachte. Zum Ende hin verflachte die Partie, zumal bei den Gästen auch die Kraft nachzulassen schien.

Im Schlussdrittel wollten sie es aber nochmals wissen und checkten sofort energisch vor. Der EVF startete jedoch einen Konter und verwandelte diesen durch den ersten Saisontreffer von Stefan Rott zum 2:1. Diese Führung verwaltete das Heimteam bis zum Spielende, sah sich aber gerade in den letzten zehn Minuten nochmals starkem Druck ausgesetzt. Doch May, Ovaska, Havlicek oder Homjakovs scheiterten alle in aussichtsreicher Position am starken Benedikt Hötzinger. Auch die Herausnahme des Torhüters brachte für den ERC keinen Treffer mehr, es blieb beim knappen und glücklichen 2:1 für den Eissportverein. Sonthofen muss nun am Dienstag gegen den SC Riessersee punkten, um vielleicht doch noch die Verzahnungsrunde zu vermeiden. Füssen hat im Heimspiel gegen Peiting die Möglichkeit, sich in der oberen Hälfte der Tabelle fest zu setzen.

Trainer Martin Ekrt (Sonthofen): „Heute hätten uns drei oder vier Tore gelingen können, eines ist zu wenig. Wir sind beim Eishockey und nicht beim Fußball, wo das manchmal reicht. Das ist sehr ärgerlich und läuft die ganze Saison schon so. 30 Prozent der verlorenen Spiele hätten wir gewinnen können, wenn wir unsere Chancen besser nützen. Jetzt müssen wir schauen, was am Dienstag passiert.“

Trainer Andreas Becherer (Füssen): „Das Spiel am Freitag in Memmingen war schön und spannend, heute war es nur spannend. Das nötige Quentchen Glück war heute auf unserer Seite, ich glaube aber, dass sich harte Arbeit auszahlt und das Momentum dann irgendwann in Form von diesem Glück wieder zurück kommt. Jetzt haben wir 15 Punkte Vorsprung auf den neunten Platz, das ist überragend für uns. Wir wollen weiter so viel wie möglich mitnehmen, um der Saison vielleicht noch mit den Playoffs die Krone aufzusetzen.“

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