Spielbericht
Eishockey: EV Füssen gibt sich in Regensburg 1:2 geschlagen

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Beim EV Regensburg musste sich der EVF am Sonntag knapp mit 1:2 (0:1, 1:1, 0:0) geschlagen geben. Für den angeschlagenen Favoriten war es ein weiterer Schritt aus der Krise, Füssen konnte zwar kämpferisch erneut überzeugen, war diesmal aber offensiv zu harmlos, um einen weiteren Punkt zu ergattern. Der Aufsteiger beschließt somit die erste Hälfte der überregionalen Runde auf dem siebten Tabellenplatz, fünf Zähler hinter Tabellenführer Deggendorf und acht vor dem Elften Lindau und dem damit verbundenen Abstiegsrunden-Rang.

Die Anfangsphase in Regensburg gehörte auch dank zweier Überzahlspiele zunächst dem EVF. Wieder komplett konnten sich die Gastgeber aber befreien und hatten ihrerseits im ersten Powerplay gleich eine Reihe von Großchancen zur Führung. Benedikt Hötzinger hielt seinen Kasten vorerst sauber. Während Füssen nur bei Kontern gefährlich wurde, konnten sich die Eisbären jedoch immer mehr im Angriffsdrittel fest setzen. Der Lohn war in der 19. Minute die Führung durch Peter Flache, der ein missglückter Zweikampf der Schwarz-Gelben voraus ging.

Mit viel Schwung kam der EVF aus der Kabine und konnte durch einen verdeckten Schuss von Maximilian Dropmann auch sehr schnell ausgleichen. Der Elan wurde durch eine Strafzeit aber wieder ausgebremst. Regensburg zeigte erneut ein starkes Powerplay, hatte aber auch Glück, als ein leicht abgefälschter Schuss von Richard Divis aus spitzem Winkel zum 2:1 durchrutschte. Als Marc Besl wegen hohen Stocks für vier Minuten auf die Strafbank musste, hatte die Füssener Defensive Schwerstarbeit zu verrichten, überstand die Situation aber schadlos. Auf der anderen Seite hatte der von der Strafbank zurückkehrende Besl völlig frei die Chance zum Konter, konnte die Scheibe aber nicht unter Kontrolle bringen. Die Eisbären in der Folge mit einigen Chancen zum dritten Treffer, der EVF nur durch einen Konter von Payeur, der knapp am Tor vorbei ging, gefährlich.

Im letzten Drittel war Füssen insgesamt die spielbestimmende Mannschaft, konnte sich gegen die sehr gut eingestellten Gastgeber offensiv jedoch nur selten aussichtsreich in Szene setzen. Ein Überzahlspiel konnte nicht genutzt werden, in der 49. Minute scheiterte Marc Besl nach einem schönen Querpass. Die Zeit lief dem EVF immer mehr davon, Regensburg verteidigte geschickt. Bei einem Konter wurde Marius Keller im letzten Moment geblockt, ein Alleingang von Sam Payeur gehalten. Das war es dann auch schon mit den Möglichkeiten, denn der EVR verhinderte auch dank seiner individuellen Klasse, dass Füssen noch den Torhüter für einen zusätzlichen Feldspieler ersetzen konnte. Am Ende ein verdienter Sieg der Heimmannschaft, während Füssen zwar wieder mit seinem Einsatz überzeugte, sich diesmal im Angriff aber zu wenig durchsetzen konnte.

Trainer Andreas Becherer (EVF): „Regensburg hat die ersten beiden Drittel mit sehr viel Druck gespielt, wir mussten hart arbeiten, um uns davon zu befreien. Heute gab es viel Kampf, das hat man auch bei den Toren gesehen. Im letzten Drittel waren wir nicht so schlecht und hätten mit etwas Glück auch ausgleichen können. Insgesamt bin ich nicht unzufrieden, wir haben kämpferisch alles rein geworfen. Ich denke, in Regensburg kann man verlieren.“

Autor:

Michael Lang aus Kempten

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