Drachenfliegen
Drachenfliegen: In zwei Durchgängen wurde die internationale deutsche Meisterschaft am Tegelberg entschieden

Trotz eines witterungsbedingt wenig verheißungsvollen Beginns vor knapp einer Woche sind die vierten 'King Ludwig Open' – unter diesem Titel firmierte die internationale deutsche Meisterschaft im Drachenfliegen – sowohl für Veranstalter als auch Sportler zufriedenstellend über die luftige Bühne am Tegelberg gegangen.

So freute sich bei der Siegerehrung nicht nur Wettkampfleiter Dieter Münchmeyer vom Deutschen Hängegleiterverband (DHV), dass "wir alles so gut und unfallfrei hinter uns gebracht haben."

Auch Hauptorganisator Benno Osowski fiel ein Stein vom Herzen, dass die 60 Piloten aus zehn Nationen wenigstens zwei von ursprünglich vier geplanten Wettflugdurchgängen absolvieren konnten. Somit wurden in den Kategorien flexible Drachen und Starrflügler offizielle deutsche Meister ermittelt.

Demzufolge durfte sich bei den Flexidrachen Roland Wöhrle aus Gutach (Schwarzwald) mit insgesamt 1257 Punkten die imaginäre Krone als König der Lüfte aufsetzen, während sich André Djamarani (Überlingen, 1234) und Corinna Schwiegershausen (München, 1112), die damit gleichzeitig neue deutsche Frauenmeisterin wurde, über Silber beziehungsweise Bronze freuten.

Star unter den Starrflüglern war schließlich mit 1794 Zählern Lokalmatador Tim Grabowski aus Schwangau, der Dieter Kamml (Ainring, 1598) sowie den nach dem ersten Durchgang noch in Front gelegenen Dieter Müglich (Stephanskirchen, 1385) auf die Plätze zwei und drei verwies. Der 25-jährige Grabowski zu seinem Sieg: 'Ich freue mich riesig, auf meinem Hausberg meinen zweiten deutschen Titel nach 2006 geholt zu haben. So kann die Saison weiter gehen.'

Zur Freude der Veranstalter erwies sich nur das Wetter unsicher und nicht die Piloten. Diese flogen am Donnerstag vom Startplatz an der Bergstation des Tegelbergs auf 1720 Metern Höhe in Richtung Oberstdorf und über Schloss Neuschwanstein wieder zurück nach Schwangau, während es am Samstag über Nesselwang zum Grünten und von dort nach Trauchgau sowie über Neuschwanstein zum Ziel zu Füßen des Tegelbergs ging.

Dabei hatten die 'Vogelmenschen' durchaus Spaß, wie der neuntplatzierte Frank Frankus 'hochzufrieden' erklärte. Kein Wunder, bedeutete dies doch auch das bis dato beste Ergebnis, das der Flexidrachenflieger aus Freiburg bei seiner dritten Teilnahme an einem offiziellen Wettbewerb am Tegelberg erzielt hat.

Was große Erfolge angeht, wesentlich routinierter ist dagegen die alte und neue deutsche Meisterin sowie aktuelle Europa- und Weltmeisterin Corinna Schwiegershausen. Nicht zum ersten Mal dominierte sie auch diesmal den Frauenwettbewerb. Mit einigem Respektabstand folgten auf den nächsten Plätzen Natalia Petrova aus Russland (810 Punkte) und Iulia Burlachenko (Ukraine, 350).

Weitere Informationen im Internet unter www.dhv.de

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen