Fußball
Der FC Füssen geht mit Manuel Günes als Spielertrainer in die neue Saison

Auf der Homepage ist es eine Randnotiz: fünf Zeilen nur, irgendwo zwischen dem Stellenangebot für einen rüstigen Rentner und dem Hinweis auf die stattfindende Jahresversammlung. Ein paar kryptische Worte nur, die für die Fußballwelt des FC Füssen jedoch von großer Bedeutung sind: Der Verein und Trainer Bernd Gruber gehen fortan getrennte Wege.

Unter der Überschrift << Trainerwechsel bei der ersten Mannschaft >> dankt der Klub dem scheidenden Übungsleiter für seine erfolgreiche Tätigkeit, wünscht Gruber für seinen weiteren Weg artig alles Gute - und hofft auf ein Wiedersehen bei dem einen oder anderen Spiel. Punkt. Aus. Mehr ist nicht zu erfahren. Dabei hätte der FC durchaus mehr zu verkünden. Denn der Verein hat noch eine echte Überraschung parat: Die Nachfolge Grubers übernimmt Manuel Günes - als Spielertrainer, wohlgemerkt. Das bestätigte Füssens Dauerbrenner gestern auf Nachfrage unserer Zeitung.

Die Gerüchte über eine Trennung von Bernd Gruber hatten sich in den vergangenen Wochen gehäuft, zumal es immer mal wieder zu Spannungen zwischen Trainer und Mannschaft gekommen war. << Der Erfolg hat allerdings gestimmt, daher hat man darüber hinwegsehen können >>, sagt Günes. Grubers Kapitän und Nachfolger betont, dass man im Guten auseinandergegangen sei. Verein und Trainer hätten sich eben schlicht und ergreifend nicht auf eine Verlängerung des ausgelaufenen Vertrags einigen können. Die Vorstellungen seien zu unterschiedlich gewesen. Das bestätigt auch Gruber, der momentan im Urlaub weilt. Einen bestimmten Grund für die Trennung sieht der 45-Jährige nicht: << Letztlich hat das Gesamtpaket nicht gepasst.

>> Gruber widerspricht jedoch Gerüchten, wonach er eine Jobgarantie für die nächste Saison gefordert haben soll. << Bisher war meine Tätigkeit nur per Handschlag geregelt. Ich habe beim Vorsitzenden aber nach einem Vertrag gefragt >>, so Gruber, der in Füssen weitermachen wollte. Ein Vertrag schien für den FC indes nicht in Frage zu kommen, da der Klub bei einer vorzeitigen Trennung von Gruber ein finanzielles Problem hätte kriegen können. Vorsitzender Herbert Hiemer war gestern nicht zu erreichen.

Klar aber scheint, dass Gruber am Ende auch über die Spannungen mit Teilen der Mannschaft gestolpert ist. << Das hat bei der Entscheidung sicher auch eine Rolle gespielt >>, verrät Günes. Aus Sicht Grubers sei abgesehen von einem Vorfall in der Winterpause alles in Ordnung gewesen - zumal der Vorstand an seinem Trainer festhielt.

Zumindest bis jetzt. Nun übernimmt mit Manuel Günes der bisherige Kapitän das Kommando: auf und neben dem Platz. << Ich freue mich auf die Aufgabe >>, sagt der 32-Jährige. Er sieht sich nicht als Notlösung, wenngleich der Klub keine Zeit hatte, nach einer Alternative zu suchen. Manuel Günes plant langfristig. << Ich bin von der Lösung überzeugt. >>

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