Zuschüsse
Curling: Rainer Nittel und Andy Kapp aus Füssen kämpfen in Berlin für staatliche Fördergelder

Die Führung des Deutschen Curlingverbandes lässt nichts unversucht. Bevor heute, Donnerstag, der Haushaltsausschuss in Berlin endgültig über die Mittelvergabe für den kommenden Olympia-Zyklus entscheidet, haben DCV-Präsident Dieter Kolb, sein Sportdirektor Rainer Nittel und Rekordnationalspieler Andy Kapp (beide Füssen) in der Bundeshauptstadt nach den letzten Strohhalmen gegriffen, um die geplante Streichung der staatlichen Fördergelder noch abzuwenden.

Auf Einladung des sportpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, dem ehemaligen Turn-Ass Eberhard Gienger, waren die DCV-Verantwortlichen am Dienstag mit Vertretern des DOSB und des Bundesinnenministeriums zu einer Gesprächsrunde mit Mitgliedern des Sport- und Haushaltsausschusses der Bundesregierung nach Berlin eingeladen. Andi Kapp zieht eine positive Bilanz dieses 90-Minuten-Gesprächs: 'Wir sind unheimlich froh, dass wir unsere prekäre Situation noch einmal schildern durften. Man hat gemerkt, dass die Politiker uns hören wollten.'

Kapp, der sich in der Runde ausdrücklich dafür entschuldigte, dass er bei seinen drei Olympiateilnahmen nur Sechster (2010 in Vancouver) bzw. Achter (2002 in Nagano und 2006 in Turin) wurde, hofft nun, 'dass sich die Haushaltspolitiker an den olympischen Gedanken erinnern und in Deutschland künftig nicht nur eine Medaillenproduktionsmaschinerie gefördert wird.'

Inwiefern sich Gienger für die Curler stark gemacht hat, lesen Sie in der Allgäuer Zeitung und den Heimatzeitungen vom 13.11.2014 (Seite 20).

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