Geschichte
Vor 70 Jahren förderten Arbeiter Braunkohle in Halblech – zurzeit untersucht das Bergamt die alten Stollen

Landwirt Markus Grieser ist froh, seine Kuh Regina wieder gefunden zu haben. Sie war in ein Loch gestürzt.
  • Landwirt Markus Grieser ist froh, seine Kuh Regina wieder gefunden zu haben. Sie war in ein Loch gestürzt.
  • Foto: Matthias Becker
  • hochgeladen von Michelle Aus dem Bruch

Als Bub hat Sepp Alletsee die Bergarbeiter in ihren provisorischen Unterkünften öfter besucht. Weit war der Weg nicht. Er musste nur runter zur Wiese laufen, die am Haus seiner Großeltern lag. „Für Kinder war das natürlich interessant, das hat es sonst in der Nähe nicht gegeben“, erzählt Alletsee über die alten Stollen, die sich quer unter dem Grundstück hindurch zogen. Heute wohnt der 81-Jährige selber in dem Anwesen und ist Eigentümer der Wiese in der Ostallgäuer Gemeinde Halblech.

Kohle wird dort zwar schon lange nicht mehr abgebaut: Nach den Aufzeichnungen des Bergamtes Südbayern lief die Arbeit in dem Bergwerk von 1946 bis 1948. Doch hin und wieder entstehen Löcher, die von den unterirdischen Gängen zeugen – wie an der Stelle, an der die Kuh Regina fünf Tage in einem sechs Meter tiefen Loch festsaß.

Ein Urlauber fand das trächtige Tier dort zufällig. Mit einer Seilwinde und Schlingen konnte Regina dann hinaufgezogen werden. „Eine ganz neue Sache“, sagt Alletsee zu dem Sturz. Bisher seien nur einmal Rehkitze in die Gänge gefallen.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Samstagsausgabe unserer Zeitung vom 23.06.2018.

Die Allgäuer Zeitung und ihre Heimatzeitungen erhalten Sie

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2019