Einschleusen
Großschleusung endet nach Grenztunnel auf der A7 bei Füssen

Die Bundespolizei hat in der Nacht von Montag auf Dienstag (29. Oktober) auf der A7 bei Füssen die Schleusung von acht Syrern vereitelt. Der mutmaßliche marokkanische Schlepper wurde verhaftet. Er muss sich wegen Einschleusens von Ausländern verantworten. Kurz nach dem Grenztunnel geriet ein Pkw mit schwedischen Kennzeichen ins Visier der Fahnder. Am Steuer saß ein Marokkaner, der sich mit einer italienischen Aufenthaltsgenehmigung ausweisen konnte. Bei seinen Mitfahrern handelte es sich um sechs Männer und eine Frau mit ihrem Kind. Papiere hatte keiner von ihnen dabei. Sie erklärten, aus Syrien zu stammen und nach Schweden zu wollen, wo sich bereits Verwandte befänden.

Für ihre Bootsschleusungen von Ägypten nach Italien mussten sie eignen Angaben zufolge pro Person rund 5.000 Dollar zahlen. Für die nächste Etappe von Italien nach Österreich sollen die Schlepper zwischen 600 und 700 Euro verlangt haben. Von dort aus sollte es dann gegen Bezahlung mit dem Pkw ohne größere Unterbrechungen nach Skandinavien gehen. Doch dazu ist es aufgrund des unfreiwilligen Reiseendes, für das die Bundespolizei gesorgt hatte, nicht mehr gekommen.

Der marokkanischen Fahrzeugführer wurde verhaftet. Er wird sich voraussichtlich schon bald im Strafverfahren mit dem Vorwurf des Einschleusens von Ausländern auseinanderzusetzen haben. Seinen spontanen Schilderungen zufolge traf er die syrische Gruppe ganz zufällig in Mailand. Die Ermittler der Bundespolizei in Lindau gehen jedoch davon aus, dass es sich um eine organisierte Schlepperfahrt handelt.

1.700 Euro, die der Marokkaner offenbar bereits als Schleuserlohn erhalten hatte, beschlagnahmten die Bundespolizisten. Die Syrer bekundeten, kein Interesse daran zu haben, in Deutschland zu bleiben. Daher mussten sie nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen die Rückreise antreten und die Bundesrepublik wieder verlasen.

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