Tochter soll tödlichen Unfall verursacht haen
Falsche Polizeibeamte scheitern bei Betrugsversuchen im Ostallgäu

Telefonbetrug (Symbolbild)
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  • Foto: Anja Lachenmayer
  • hochgeladen von Holger Mock

Am Mittwoch riefen innerhalb kurzer Zeit falsche Polizeibeamte bei Anwohnern aus Füssen und Steingaden an. Der Täter gab sich als Polizeibeamter der örtlich zuständigen Polizei aus und gab an, dass die Tochter einen tödlichen Unfall verursacht habe. Um eine Haft zu verhindern, solle die angerufene Person schnellstmöglich Geld hinterlegen.

Beide angerufene Personen im Alter von 67 und 79 Jahre reagierten vorbildlich und ließen sich auf kein weiteres Gespräch ein. In beiden Fällen entstand kein Schaden. Bei den vorliegenden Fällen handelt es sich um eine deutschlandweite Betrugsmasche.

Die Betrüger geben sich am Telefon meist als Polizeibeamte oder angebliche Enkel aus und versuchen durch erfundene Geschichten, dass in der Nachbarschaft eingebrochen worden wäre, oder dass ihr Enkel oder Kind in Not sei, das Vertrauen oder die Hilfsbereitschaft der Opfer zu gewinnen bzw. auszunutzen. Häufig gehen solche Anrufe mit der Forderung von Bargeld oder Wertgegenständen einher, die zum Schutz bevorstehender Straftaten durch die angeblichen Beamten verwahrt werden sollen, oder benötigt werden, um eine bevorstehende Haft zu verhindern.

Die Täter gehören hierbei häufig einer Gruppierung an und rufen aus Callcentern an, die ihren Sitz im Ausland haben. Durch sogenanntes „Rufnummern-Spoofing“ können die Anrufer sich über das Internet eine beliebige Telefonnummer generieren lassen. Dadurch erscheinen bei den Opfern Telefonnummern, die beispielsweise auf die 110 enden. Mit einer solchen Rufnummer telefoniert die örtliche Polizei allerdings nicht.

Sollten Sie bei einem Anruf Zweifel haben, insbesondere dann, wenn sie nach sensiblen persönlichen Daten oder Informationen zu Ihrem Vermögen gefragt werden, legen Sie auf und kontaktieren Sie die örtliche Polizeidienststelle über die Ihnen bekannte Rufnummer oder wählen Sie die 110. Handeln Sie nicht eigenmächtig.

Bitte informieren Sie auch Ihre Eltern oder Großeltern über die Masche. Vergessen Sie aber auch nicht alleinlebende Menschen in Ihrer Nachbarschaft. Weitere Informationen erhalten Sie auch auf der Internetseite www.polizei-beratung.de. Bei dem Anruf am Mittwoch reagierten die Senioren richtig und setzte ihre Angehörigen in Kenntnis, welche die Polizei verständigten. Es entstand kein finanzieller Schaden. Im Laufe des Tages kam es zu keinem weiteren Anruf der Betrüger.

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