Polizei
Erneut Schleusungstransporte auf A7 bei Füssen angehalten

Erneut wurden in der Nacht von Samstag auf Sonntag Schleusungen über die A7 festgestellt. Um Mitternacht am 10./11.05.14 stellten Beamte der Schleierfahndung Pfronten auf der A 7 bei Füssen zwei Fahrzeuge fest, in denen elf Syrer nach Deutschland geschleust werden sollten.

Zwei in Deutschland lebende Studenten - ein 24-jähriger Jordanier und ein 29-jähriger Palästinenser - hatten sich zwei Autos gemietet, waren nach Italien gefahren und hatten dort einmal vier und einmal sieben Flüchtlinge in ihre Autos aufgenommen, um sie nach Deutschland zu bringen.

Die Flüchtlinge - dabei drei Kinder im Alter von 2 bis 13 Jahren - stellten Asylantrag bzw. gaben zu verstehen, dass sie weiter nach Schweden und den Niederlanden wollten. Sie wurden an eine Aufnahmestelle nach München weitergeleitet. Da beide Schleuser in Deutschland einen festen Wohnsitz haben, wurden sie nicht dem Haftrichter vorgeführt. Sie werden wegen Einschleusens von Ausländern nach dem Aufenthaltsgesetz angezeigt.

Mit diesen Fällen vom vergangenen Wochenende wurden in den ersten Monaten des laufenden Jahres bereits zwölf Schleuser und 72 Geschleuste von den Polizeidienststellen des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West festgestellt. Dies stellt einen massiven Anstieg im Vergleich zum Vorjahr dar, in dem im gleichen Zeitraum lediglich 3 Schleuser mit sechs Geschleusten aufgegriffen wurden.

Mit dem Ergebnis setzt sich der seit Herbst 2013 festgestellte Trend der zunehmenden Schleusungen fort. Insgesamt wurden im Vorjahr 83 Geschleuste aufgegriffen Der Schwerpunkt der Aufgriffe lag im Bereich der A7. Bei den Geschleusten handelt es sich in erster Linie um Personen aus Syrien, Eritrea und Afghanistan (Zahlen ohne Fälle die von der Bundespolizei endsachbearbeitet wurden).

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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