Verstöße im Allgäu
Ausgangsbeschränkungen: Über 50 Verwarnungen bei Füssen und Geburtstagsparty trotz Quarantäne

Die Polizei hat am Ostersonntag wieder Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen festgestellt. (Symbolbild)
  • Die Polizei hat am Ostersonntag wieder Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen festgestellt. (Symbolbild)
  • Foto: Swen Pförtner
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Auch am Ostersonntag ist es im Allgäu wieder zu Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen gekommen. Einer der Schwerpunkte dabei war der Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Füssen.

Nach Angaben der Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West sprachen Polizeibeamte im Raum Füssen rund 50 mündliche Verwarnungen aus, rund zwei Duzend Personalien wurden aufgenommen. Unter anderem stellten die eingesetzten Beamten ein älteres Ehepaar aus Frankfurt fest. Die beiden wollten zunächst am Schwansee bei Hohenschwangau wandern und anschließend im Auto übernachten.
Auch zwei Personen aus Augsburg stoppte die Polizei bei Füssen. Beide wollten ebenfalls eine Wanderung unternehmen.

In Kaufbeuren musste die Polizei am Ostersonntag insgesamt neun Verstöße zur Anzeige bringen. Unter anderem stellten die Polizeibeamten einen Münchner fest, der sich auf einer Parkbank in Neugablonz aufhielt. Er hatte keinen triftigen Grund, um sich in Kaufbeuren aufzuhalten.

Geburtstagsfeier in Akams trotz Quarantäne

Mehrere Gäste waren bereits am Samstagabend auf eine Geburtstagsfeier in Akams bei Immenstadt eingeladen und hielten sich im Garten der Familie auf. Die verständigte Polizei löste die Veranstaltung daraufhin auf. Die Familie befand sich nach einem positiven Test auf das Coronavirus in Quarantäne.

In der darauffolgenden Nacht kam es im gleichen Haushalt dann zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen der 55-jährigen Mutter und ihren Kindern im Alter von 23 und 27 Jahren. Aufgrund der verhängten Quarantäneanordnung musste die Polizei darauf einige Personen in Gewahrsam nehmen, um weitere Gewalttätigkeiten zu vermeiden. Dabei kam es dann zu Widerständen gegenüber der Polizei. Aufgrund verrutschter Schutzausrüstung mussten vier Beamte sofort nach Hause geschickt werden.

Ebenfalls in Akams beendete die Polizei auch eine Party in einer Feldscheune. Dort hatten mindestens elf Jugendliche im Alter von 17 bis 20 Jahren gemeinsam getrunken und laute Musik gehört.

Weitere Verstöße meldete die Polizei auch aus anderen Städten und Gemeinden im Allgäu. Unter anderem missachteten Personen in Buchloe und Unterthingau die verhängten Ausgangsbeschränkungen.

Update zum Fall in Akams (17:50 Uhr):

Ein Ermittlungsrichter erließ für die 55-jährige Mutter und einen 23-Jährigen einen längerfristigen Gewahrsam bis zum 15. April, bzw. bis zum 20. April 2020. Beide Personen sind in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten untergebracht. 
Zwei weitere Frauen im Alter von 25, bzw. 27 Jahren müssen ihre Quarantäne an unterschiedlichen Orten beenden.

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