Nesselwang_umfahrung
Zwei Jahre nach Öffnung der A7 ist Nesselwang uneins über Verkehrsentlastung

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Sie ist nicht gestorben, jedoch auch nicht lebendig: die Südumfahrung Nesselwang. Nach wie vor halten sich Befürworter und Gegner des Projekts die Waage.

In der Marktgemeinde herrscht diesbezüglich kein stockender, sondern ruhender Verkehr - bei verhärteten Fronten. <>, sagt Edi Hösle. Der 53-Jährige wohnt mit seiner Frau Anne an der Kemptener Straße, direkt vor der Deuringkurve. Die Autos fahren ihm trotz Schallschutzfenstern gefühlt durchs Wohnzimmer.

<>, so Hösle. Das liege daran, dass die Marktgemeinde ein Knotenpunkt zwischen Ober- und Ostallgäu sei. <>, so der 53-Jährige. <>

Die Marktgemeinde hält dagegen. <>, sagt Bürgermeister Franz Erhart mit Blick auf eine Verkehrszählung im Jahr 2009. Und dabei machten die Einheimischen nur rund 35 Prozent des Verkehrsflusses aus, während 65 Prozent durch Auswärtige verursacht würden.

<>, sagt Erhart. <>, ergänzt er und erinnert an eine Versammlung, bei der sich die Einzelhändler einstimmig gegen die Südumfahrung gestellt hatten.

Dabei ist das Thema Südumfahrung mit der Zeit noch umfassender geworden. Unabhängig vom Urteil des Verwaltungsgerichtshofs vom vergangenen Jahr haben sich nicht nur Rechtsgrundlagen und Umweltschutzvorgaben geändert, sondern auch die Verkehrsführung.

Durch die neue - offizielle - Ausfahrt Nesselwang der A7 bei Lachen fließt der Verkehr nun über die Von-Lingg-Straße. Ein Umstand, den Anwohner Reno Geyer spürt. <>, sagt der 52-Jährige.

Oft nähmen Wintersportler die Ausfahrt bei Lachen und verweilten im stehenden Verkehr in Nesselwang, bis sie irgendwann die Alpspitzbahn erreichen. <>

Bürgermeister Erhart sieht hier jedoch ein anderes Problem: <> Und der Marktgemeinderat hat dem an der Trasse liegenden Explorer-Hotel am Fuß der Alpspitze den Vorzug gegeben. <>, so Erhart.

Konkrete Zahlen ermitteln

Gegen diese möchte sich der Bürgermeister nicht verschließen: <> Daher werden an allen Ortseingängen Messstellen in Betrieb genommen, die nicht nur die Geschwindigkeit erfassen, sondern auch das Verkehrsaufkommen.

Für den Deutschen Wetterdienst ist der Verkehr tragbar: Er hat soeben das Prädikat Luftkurort für die nächsten fünf Jahre bestätigt. In seinem Gutachten wird unter anderem die A7 als positive Entwicklung für Nesselwang aufgeführt.

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