Mariensingen
Wunderbare Musik in einer übervollen Wallfahrtskirche Maria Hilf

Mehr als eine halbe Stunde vor Beginn des Mariensingens hatte sich die Wallfahrtskirche Maria Hilf schon so gefüllt, dass auch die zusätzlichen Bänke nicht mehr ausreichten und Besucher auf der Treppe zur Empore standen. << Das hab ich noch nie erlebt >>, staunte nicht nur Jochen König. Er verkürzte die Wartezeit mit der Geschichte der 375 Jahre alten Wallfahrt und die Seeger Saitenmusik gab schon eine Kostprobe.

Dass so viele Menschen auch von weither kommen, Unbequemlichkeit in Kauf nehmen, das ist wohl Ausdruck der inneren Bereicherung im gemeinsamen Erleben echter Volksmusik und geistlicher Einkehr.

Weiße Rosen am Altar

Dem Lobpreis Mariens galt das Singen und Spielen zum größten im heimischen Brauchtum verankerten Marienfest, Maria Himmelfahrt.

Von der Empore herab stimmte das Blechbläserensemble Kaufbeuren feierlich auf die musikalische Andacht ein und beschloss sie nach dem gemeinsamen Ave Maria aller Besucher ebenso festlich mit der Musica Maximiliana. Zusätzlich zur Kräutersange am Altar schmückten Gestecke mit weißen Rosen als Sinnbilder der Verehrung die Marienbildnisse.

Die Männer des Illertisser Dreigesangs widmen sich seit vielen Jahren dem schwäbischen Liedgut und ihre Gesänge zum Lobe und Preis Mariens << Salve Maria all Tag und all Stund >> wurden wunderschön ergänzt von den Allgäuer Weisen der Geschwister Speiser aus Vorderburg.

Agnes, Brigitte und Evi mit ihren feinen Stimmen brachten die Bitten der Frauen an die Gottesmutter vor - << lass eis deine Kinder sein, mach für eis da himmel auf >> - bis zum ganz heimeligen Abend- und Wiegenlied.

Zwischen den Stücken sprach Jochen König zur Kraft des Gebets, und seine Worte << das Vertrauen auf die Hilfe Mariens gerade in dieser Wallfahrtsstätte Maria Hilf möge uns begleiten >> wurden mit offenen Ohren aufgenommen. Als exquisites Hörerlebnis vertieften Barbara und Thomas Keller an Harfe und Querflöte die Betrachtungen.

In bester alpenländischer Tradition brachte die Seeger Saitenmusik getragene und zum frohen Ausklang schwungvolle Weisen. Und immer wieder horchte man auf, wenn Roland und Franz Böck auftraten, mit zarten Marienliedern und schließlich mit dem andächtigen Jodler zu Ehren unserer lieben Frau.

Das besondere Verdienst dieses Weißenseer Zweigsangs ist seit Jahren die Organisation, und auch beim 13. Mariensingen gelang es ihnen, hervorragende Gruppen in ein harmonisches, beeindruckendes Programm einzubinden. Jochen König dankte ihnen und auch den Helfern dafür im Namen aller für den tatkräftigen Einsatz.

Die großzügigen Spenden kommen wieder Missionsschwester Bernadette in Albanien zugute und werden in diesem Jubiläumsjahr für die soeben abgeschlossene Renovierung der Gnadenkapelle verwendet.

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