Ausblick
Wo Füssens Bürgermeister Paul Iacob die Schwerpunkte seiner Arbeit für 2012 sieht

Er wirkt entspannt und mit sich im Reinen. Füssens Bürgermeister Paul Iacob ist im Gespräch mit unserer Zeitung sichtlich zufrieden mit dem, was Stadtrat, Verwaltung und er im zurückliegenden Jahr erreicht haben.

Manche Projekte werden in den kommenden Monaten abgeschlossen, neue Vorhaben stehen an. Einige der Schwerpunkte seiner Arbeit für 2012 skizzierte der Bürgermeister.

Schule/Kinderbetreuung: Hier wurden die Weichen bereits 2011 gestellt, heuer wird die Ernte eingefahren: 'Wir werden die neue Kindertagesstätte im Frühjahr einweihen', freut sich Iacob. Ab März soll die Kinderkrippe peu a peu ihren Betrieb aufnehmen, danach werden die Mädchen und Buben aus dem Kindergarten Pusteblume in den Neubau umziehen.

Sobald der bisherige Kindergarten leer ist, sollen die beiden Grundschulklassen, die an die Berufsschule und ans Gymnasium ausgelagert wurden, dort unterkommen. Danach werde man die Mittagsbetreuung und später den Kinderhort im Gebäude an der Augustenstraße integrieren, kündigt der Rathaus-Chef an. Auf einem guten Weg sei auch die Erweiterung der Grundschule, die im September abgeschlossen sein soll.

Bahnhof/Verkehr: 'Das wird von der Planung her einer der Schwerpunkte in diesem Jahr', sagt der Rathaus-Chef. Man müsse mit dem Investor nicht nur abstimmen, wie der neue Bahnhof aussehen wird, sondern auch die künftige Verkehrsführung rund um das Areal klären. Den Ausbau der Bahnhofstraße – hierfür rechnet die Stadt mit Fördermitteln – und der Vorplatz am Bahnhof müssen laut Iacob zumindest planerisch 2012 unter Dach und Fach sein.

Vorplatz St. Mang: Nicht der gesamte Kirchenvorplatz, aber ein besonders maroder Abschnitt wird heuer angepackt. Die Natursteinmauer im Lichtschacht zur St. Anna-Kapelle muss in Abstimmung mit dem Denkmalschutz saniert werden. 'Ich will es so günstig wie möglich', sagt Iacob. Dennoch müsse man mit 150 000 Euro rechnen.

Theresienhof: 'Ich gehe davon aus, dass das Einkaufszentrum kommt', sagt der Bürgermeister. Trotz einer möglichen Klage seitens der Nachbarn (wir berichteten) hofft er auf einen Spatenstich noch in diesem Jahr. 'Die Mehrheit in Füssen will dieses Kaufhaus', schiebt Iacob hinterher. Dieses Projekt werde positive Auswirkungen für Füssen haben – schon jetzt werde er immer wieder von anderen Gesprächspartnern angefragt, welche Ansiedlungsmöglichkeiten es noch in Füssen gebe. 'Wir sind für die Wirtschaft nach langer Zeit wieder zu einem berechenbaren Faktor geworden', meint der Rathaus-Chef.

Das liege – wie beim Theresienhof – an den 'vernünftigen Entscheidungen des Stadtrates und den klaren Zielsetzungen meinerseits'.

Gewerbegebiet: Der Bebauungsplan für das alte Füssener Gewerbegebiet westlich der Froschenseestraße wird in diesem Jahr an 'die heutigen Anforderungen' angepasst, kündigt Iacob an. Das betrifft auch die Planungen für die 'Hiebelerstraße neu'. Finanziell gestemmt werden kann dieser Straßenausbau aber frühestens im Jahr 2013.

Kurhaus-Areal: Im ersten Halbjahr will der Bürgermeister das Verfahren der EU-weiten Ausschreibung zum Abschluss bringen. Dem Stadtrat werden dann die auswählten Investoren und ihre Projekte vorgestellt. Was die Bewerber auf dem städtischen Filetgrundstück genau realisieren sollen – dazu schweigt Iacob momentan noch.

Kultur: Richtig ins Schwärmen gerät der Rathaus-Chef, wenn es um die Kulturpartnerschaft mit Cremona geht. Sie wird Füssen eine 'großartige Ausstellung bescheren, die wir sehr populär aufziehen wollen'. Nachdem 2011 Füssener Lauten in Cremona gezeigt wurden, werden in diesem Jahr 'sechs der weltberühmtesten Geigen in unserem Museum' zu sehen sein. Diese Bündelung einzigartiger Streichinstrumente werde einmalig in Deutschland sein.

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