Weihnachtsgeschäft
Wie Füssener Paketboten den Boom von Online-Shoopping an Weihnachten erleben

Bis tief unter die Decke des gelben VW–Transporters stapeln sich an diesem kalten Dezembermorgen die Pakete. Markus Gössl fährt noch ein letztes Mal mit dem großen blechernen Rollwagen in den Zustellstützpunkt im Gewerbegebiet im Füssener Westen. Dann lädt er die letzten Päckchen von Amazon, Zalando, Tchibo und Co. in sein Auto, bevor seine rund fünfstündige Zustell-Fahrt durchs Füssener Weidach beginnt, für das Gössl als Paketbote zuständig ist.

Während Weihnachten für viele Menschen die Zeit der Ruhe und Besinnung ist, bedeuten die anstehenden Festtage für Gössl und seine gut 40 Kollegen in Füssen vor allem eines: Stress. 'Weihnachten ist für uns die Hochsaison schlechthin', sagt der 40-Jährige. 'Da geht es von der Früh um sieben bis abends richtig rund bei uns.' Statt der zwei Lkws, die normalerweise die Pakete aus dem Versandzentrum Augsburg nach Füssen bringen, sind es in der Adventszeit drei – ein 20-Tonner mit Hänger kommt zusätzlich.

Damit die Angestellten diese Mehr-Belastung auch bewältigen können, machen sie vor Weihnachten Überstunden und teilen die regulären Zustellbezirke unter mehreren Leuten auf. 'Ansonsten wäre das nicht zu schaffen, gerade wenn wie derzeit Schnee- und Eisglätte unsere Arbeit erschweren.'

Der Trend zum Online-Shopping habe sich seiner täglichen Erfahrung nach in den vergangenen Jahren noch einmal deutlich verstärkt – vor allem an Weihnachten. Das belegen auch Zahlen des Deutschen Handelsverbands (HDE). Demnach haben 2016 gut die Hälfte aller Deutschen Weihnachtsgeschenke im Netz bestellt und dabei rund zwölf Milliarden Euro ausgegeben.

Auf fünf Millionen Pakete kamen die Versanddienstleister so in der Weihnachtszeit und das pro Tag. Tendenz steigend. Und das hat nicht nur auf den Handel Auswirkungen: 'Gerade körperlich ist das eine ganz andere Belastung als früher, wenn ich den ganzen Tag über mit bis zu 31, 5 Kilo schweren Paketen unterwegs bin', erzählt Gössl.

Was sich in den 25 Jahren geändert hat, seit Gössl als Paketbote arbeitet und warum die Menschen auch gut gelaunt sind, wenn er mal zu spät kommt, lesen Sie in der Samstagsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Füssen, vom 23.12.2017.

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