Bilanz 2010
Weniger Unfälle und Verkehrstote im Raum Füssen

Nur selten stimmt ein negatives Vorzeichen positiv - bei diesem Trend freilich geht der Daumen eindeutig nach oben: Die Polizeiinspektion Füssen hat 2010 im Vergleich zum Vorjahr weniger Unfälle (1063 statt 1100), weniger Verkehrstote (2 statt 5) und weniger Verletzte (199 statt 244) registriert. Auch bei fast allen anderen Leitwerten gingen die Zahlen nach unten. Unfallschwerpunkte, wie in früheren Jahren die Kreisstraße bei Guggemoosen, gibt es laut Polizeichef Günther Stadler keine mehr.

Ob nun bessere Straßenverhältnisse, vorsichtigere Lenker oder einfach nur glückliche Umstände die Zahlen sinken ließen - «das lässt sich nicht genau herausfinden», betont Stadler. Wobei unterm Strich jeder Unfall einer zuviel sei - dies gelte besonders für die beiden tödlichen Zusammenstöße 2010. Im ersten Fall war ein 29-jähriger Autofahrer beim Überholen zwischen Füssen und Hopferau frontal mit einem entgegenkommenden Wagen zusammengestoßen. Im zweiten Fall hatte ein 88-Jähriger nahe Seeg die Vorfahrt missachtet und war mit einem Kleinlaster kollidiert.

Glimpflich verliefen dagegen die Kollisionen an Bahnübergängen, zu denen es 2010 mehrfach kam. Als «Ostallgäuer Sorgenkind» habe sich einmal mehr der Übergang nahe des «Wiesbauers» entpuppt, so Polizeioberkommissar Thomas Meiler: «Im Winter und Frühjahr, wenn die Sonne tief steht, wird dort immer wieder das Rotlicht übersehen.» Unterm Strich hielten sich die Vorfälle an den 23 Übergängen im Inspektionsbereich aber in Grenzen.

«Deutlich vernünftiger als früher» gehen die Ostallgäuer laut Polizeichef Stadler mit Alkohol um. Denn trotz vermehrter Kontrollen sank die Zahl der ertappten Promillesünder von 118 auf 105. Und nur in 9 Fällen (2009: 21) waren alkoholisierte Fahrer in Unfälle verwickelt.

Über 500 Bleifüße wurden 2010 gebührenpflichtig verwarnt. Weitere 287 (310) wurden mit einem Bußgeld belegt - in 25 Fällen (41) ging zudem der Führerschein flöten.

Als «echtes Erfolgsmodell» stuft der Polizeichef schließlich das betreute Fahren für 17-Jährige ein. «Das macht inzwischen fast jeder», so seine Erfahrung. Und nur in den wenigsten Fällen tasteten sich die jungen Leute verantwortungslos an den Straßenverkehr heran: «Die breite Masse ist vernünftig.»

 

«Die wenigen, die negativ auffallen, kann man an einer Hand abzählen.»

Polizeichef Günther Stadler hält das begleitete Fahren mit 17 Jahren für ein Erfolgsmodell

Einmal mehr nach unten ging 2010 die Zahl der Unfälle im Raum Füssen. Unser Bild zeigt einen Zusammenstoß zwischen Friedhof-Kreisel und Moosangerweg, bei dem zwei Insassen verletzt wurden.

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