Wasenmoos
Wasenmoos: Planungsauftrag muss folgen

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Beim Thema Wasenmoos machen die Stadträte Jürgen Doser (Freie Wähler) und Dr. Hans-Martin Beyer (CSU) weiterhin Druck. Nach dem Ja des Stadtrates zur beantragten Außenbereichssatzung, erwarten beide, dass Füssen nun zügig handelt. Die Stadt dürfe sich nicht von der Einschätzung des Landratamtes ausbremsen lassen, nach der eine solche Satzung rechtswidrig sei. 'Eine Prüfung durch die städtische Verwaltung reicht nicht', betont Beyer. 'Jetzt muss der Ratsbeschluss umgesetzt und ein Planungsbüro damit beauftragt werden, einen Satzungsentwurf zu erarbeiten.'

Wie berichtet, wollen Beyer und Doser die bunt durcheinander gewürfelte Bebauung im Wasenmoos durch eine Außenbereichssatzung in geordnete Bahnen lenken. 'Dabei geht es uns weiß Gott nicht nur um die Schwarzbauten', verweist Beyer auf die drei verschiedenen Varianten der Bebauung: Den 122 ungenehmigten Anlagen stünden 153 genehmigte oder dauerhaft geduldete Bauten gegenüber (siehe Grafik). 'Wir wollen uns um alle kümmern, nicht nur um Schwarzbauten.'

Die Bebauung zeige eindeutig, dass das Landratsamt mit seiner Einschätzung einer fehlenden Siedlungsstruktur falsch liege.

Die geplante Satzung sei daher baurechtlich sehr wohl möglich: 'Wir haben hier mit rund 150 Einheiten eindeutig eine ausreichende Wohnnutzung', unterstreicht Beyer. Wobei es den beiden Stadträten nicht um eine Weiterentwicklung der Siedlung, sondern um eine Regelung für den Bestand gehe.

'Abstrus' nennt es Beyer gar, für die Satzung (wie geschehen) Planungskosten von 100 000 Euro ins Spiel zu bringen. 'Das Nennen dieser Summe hat nur einen Zweck: Es soll abschrecken.'

Den Siedlungs-Charakter des Areals unterstreicht laut Wasenmoos-Sprecher Hannes Schäfer die Tatsache, dass 45 Häuser und Hütten über Strom verfügten. Im Bereich 'Im Moos' und 'Kemptener Straße' (früher Gaststätte Linderhof) sei zudem 1997 eine Wasserleitung verlegt worden. Auch der Geometerweg südlich der A7 werde mit städtischem Wasser versorgt, so Schäfer. Paradox sei zudem, dass die Kleinkläranlagen teils mit Fördergeldern errichtet worden seien.

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