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Vortrag über Krampfadern in der St. Vinzenz Klinik in Pfronten stößt auf großes Interesse

Im Rahmen der Informationsabende zu medizinischen Themen in der St. Vinzenz Klinik in Pfronten hat Oberarzt Roland Stippler, Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie, zum Thema 'Krampfadern der unteren Extremitäten und deren Therapie' referiert. Das Interesse war groß. Die Stühle im Café Vital reichten bei mehr als 70 Besuchern fast nicht. Es trifft auch Jüngere

'Die weit verbreitete Meinung, Krampfadern beträfen nur ältere Menschen, ist falsch', so Stippler. 'Schon 40 Prozent der jüngeren Generation sind davon betroffen.' Schätzungen gehen davon aus, dass 20 bis 30 Millionen Menschen in Deutschland betroffen und behandlungsbedürftig seien. 'Dies ist zum großen Teil hervorgerufen durch mangelhafte Ernährung und Bewegung, auch eine Zivilisationskrankheit', so Stippler weiter.

Die Ursache der Erkrankung ist eine gestörte Venenklappenfunktion (Insuffizienz). Das Blut wird in seinen normalen Kreislauf gehemmt und dadurch nach unten gedrückt. Es kommt zu einem Rückstau/Rückfluss des Blutes in vorgeschaltete Venen und es entstehen Krampfadern (Varizen).

'Dies ist ein Vorgang, der sich über Jahre hinzieht und sich hauptsächlich in der Leiste, der Kniekehle und Teilen des Unterschenkels bemerkbar macht', so der Mediziner. Er wies darauf hin, dass es verschiedene Formen der Krampfadern wie die primäre (meist ausgelöst durch Bindegewebeschwäche oder berufsbedingte sitzende und stehende Tätigkeiten) beziehungsweise sekundäre Varikose aufgrund eines Abflusshindernisses, einer Thrombose oder eines Tumors gibt.

Je nach Diagnose sind die Behandlungsmöglichkeiten unterschiedlich: Zunächst gibt es die konservative konsequente Kompressionstherapie als Dauertherapie. Bei einem operativen Eingriff werden die erkrankten Venenabschnitte entfernt. Weiter ist es möglich, durch die Unterbindung (Crossektomie) in den vorgeschalteten Venenabschnitten den Blutrückfluss zu stoppen.

Keine Altersbegrenzung

'Nach der Operation wird der Patient am OP-Tag wieder mobilisiert, das heißt bewegt', beantwortete Stippler eine Frage und erklärte weiter, 'nach einer Thromboseprophylaxe von einer Woche und der Kompressionstherapie über sechs Wochen endet die Behandlung mit der Abschlusskontrolle'.

Ein OP-Termin sei von der Jahreszeit unabhängig, ebenso gebe es keine Altersbegrenzungen. Die Eingriffe würden in der Regel von den Krankenkassen bezahlt.

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