Weihnachten
Von Wunschzetteln und einem stolpernden Christkind

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Seit Wochen fiebern die Kinder im Füssener Land auf diesen aufregenden Tag hin - am heutigen Freitag ist es endlich so weit: Heiligabend steht vor der Tür und bunt verpackte Geschenke liegen unter dem geschmückten Christbaum. Aber wie war das noch einmal mit Weihnachten? Wer bringt die guten Gaben? Und wie läuft der Heiligabend überhaupt ab? Wir haben nachgefragt bei denen, die es wissen müssen: den Kindern der Klasse 1a der Grundschule Füssen-Schwangau.

Dmitrij erzählt mit überzeugendem Blick: «Bei uns bringt das Christkind die Geschenke.» Und wie sieht das aus? Lukas ist da Experte: Er hat es nämlich schon zweimal im Wohnzimmer gesehen. Der Sechsjährige erzählt mit großen Augen: «Es hat goldene Flügel und hat weiße Sachen an.»

Aber wie schafft es das Christkind, die vielen Geschenke zu den Kindern zu bringen? «Es fährt mit einem großen Schlitten», ist Leon überzeugt und rutscht aufgeregt auf seinem Stuhl herum. Jan (7) fügt an: «Dann springt es oben in den Kamin und saust in die Wohnung.» Niklas ruft dazwischen: «Ich muss das Fenster offen lassen, weil unser Haus nämlich keinen Kamin hat.»

Ihren Wunschzettel haben die meisten Knirpse schon fleißig geschrieben: «Am Tag vorher muss man ihn unter den Weihnachtsbaum legen, damit das Christkind ihn mitnimmt», erklärt Jan. Niklas hat da eine andere Methode, damit seine Wünsche in Erfüllung gehen: «Ich lege den Brief zwei Tage vor Weihnachten auf die Terrasse - und am nächsten Morgen ist er dann weg.»

Und was hat er heuer auf den Wunschzettel geschrieben? Der Sechsjährige verrät: «Eine Playstation und ein Computerspiel.» Jan war im Vorjahr etwas enttäuscht: «Ich habe einen Lastwagen ausgepackt, obwohl ich mir den gar nicht gewünscht hatte.» Wie der Heiligabend abläuft, ist klar festgelegt, erzählt Emilia: «Zuerst geht es in die Kirche, dann wird zu Hause gegessen und danach packen wir die Geschenke aus.»

Die Aufregung am Weihnachtsabend ist dann groß. Markus hielt es einmal gar nicht mehr aus und spitzelte vor der Bescherung ins Wohnzimmer: «Da habe ich einen Engel mit Flügeln gesehen.» «Bei mir kommt der Weihnachtsmann», berichtet dagegen Leon (6). Der Bub weiß auch ganz genau, wie der amerikanische Import aussieht: «Er ist dick, hat einen roten Mantel und Elfen, die ihm helfen.» Jan hat einmal etwas Komisches erlebt: «Bevor wir ins Wohnzimmer durften, habe ich gehört, wie da drinnen jemand gestolpert ist.» Er rollt die Augen nach oben, denkt kurz nach und erklärt: «Das war das Christkind, das gerade die Geschenke gebracht hat.»

 

In der Adventszeit hat Lehrerin Barbara Bauer (rechts) den Kindern der Klasse 1a der Grundschule Füssen-Schwangau viele Weihnachtsgeschichten vorgelesen. Unseren Lesern erklären die 19 Knirpse, wie Weihnachten funktioniert. Foto: Riedle

 

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