Herbsttagung
Volkshochschulen reagieren mit neuen Strukturen auf Wandel der Gesellschaft

'In nächster Zeit wird sich sehr viel ändern müssen!' Diese Devise gab der Vorsitzende des Bayerischen Volkshochschulverbands, Karl Heinz Eisfeld, den Leitern von 25 Volkshochschulen (VHS) in Schwaben für deren Herbsttagung im Hotel 'Schlossangeralp' in Pfronten auf den Weg. Während Eisfeld damit einer gewissen Modernisierung der VHS das Wort redete, erwies die Versammlung mit der feierlichen Verabschiedung von Hermann Leser in den Ruhestand sozusagen auch der Vergangenheit ihre Reverenz.

Mit einer Flasche Wein, einer Ehrennadel sowie einer Urkunde drückten sowohl Eisfeld als auch der Bezirksvorsitzende des Volkshochschulverbands, Horst Lischinski, dem langjährigen Leiter der VHS Füssen Dank und Anerkennung für fast 20 Jahre ehrenamtlichen Engagements für die Erwachsenenbildung aus.

Dass Leser 'immer aufgeschlossen für Neuerungen' gewesen sei, wie Lischinski unterstrich, dürfte Eisfeld besonders gefallen haben. Der hatte in seinem vorausgegangenen Vortrag hauptsächlich die Veränderungen ins Blickfeld gerückt, denen sich die VHS stellen müssten.

Sie werden laut Eisfeld künftig von den 'drei Treibern Technologie, Markt und Inklusion' beeinflusst, was er als Beleg dafür anführte, dass sich die Gesellschaft verändert habe. Da die Volkshochschulen 'ein Abbild des staatlichen Schulsystems' seien, müssten sie auch für das gleiche zuständig sein.

Daher würden die Themenfelder 'Entwicklung und Forschung' künftig einen wichtigen Schwerpunkt für die VHS darstellen und es verstärkt darauf ankommen, 'neue Bildungsformate zu entwickeln'. Denn: 'Wir wollen Experten fürs Lernen sein.' Zunehmende Bedeutung haben laut Eisfeld darüber hinaus die Bereiche 'Service und Support' sowie 'Vertrieb'. Rechnung tragen muss die VHS nach Einschätzung des Landesvorsitzenden außerdem dem Umstand, dass es 'in Zukunft eine vermehrte Konsumorientierung' geben werde.

Indem die VHS ihr Augenmerk auf mehr Marketing, größere Professionalisierung ihres Personals und intensivere Beratung legen sollten, kämen sie der Prämisse nach, die Eisfeld so beschrieb: 'Wir müssen dem helfen, der ein Lernbedürfnis hat.' Wenn die Konkurrenz auch 'größer werde', gebe es für die VHS noch 'viel zu tun'.

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