Gemeinderat
Viel Ärger mit dem Wintergarten in Zellerberg

Die Arbeiten an einem Einfamilienhaus in Zellerberg sorgen derzeit für Ärger. In seiner jüngsten Sitzung stellte der Gemeinderat einen Bauantrag erneut zurück, da dieser den Bestimmungen noch immer nicht entspreche.

Zudem ärgerte sich nicht nur Zweiter Bürgermeister Hubert Schaumann darüber, dass ohne Bauantrag gearbeitet wurde und dies nun quasi im Nachhinein legitimiert werden soll. Die Bauherren dagegen erklärten gegenüber unserer Zeitung, sie hätten nicht angebaut, sondern lediglich einen bestehenden Wintergarten gedämmt.

Im vergangenen Jahr hatten die neuen Eigentümer eines bislang leer stehenden Anwesens mit den Arbeiten an ihrem Haus begonnen. Ihren Angaben zufolge deckten sie das Dach neu ein und sanierten den vorhandenen Wintergarten. Die Größe der Bodenplatte blieb dabei gleich, der Anbau sei lediglich durch Dämmung und Verkleidung nun etwas höher und breiter, so die Bauherren. Sie gingen davon aus, für die Sanierung keinen Bauantrag stellen zu müssen.

Allerdings liegen zu dem Wintergarten keinerlei Pläne im Bauamt in Marktoberdorf vor, das Bürgermeister Ludwig Landwehr nach Hinweisen von Nachbarn eingeschaltet hatte: Der Wintergarten war offenbar bereits von den Vorgängern schwarz errichtet worden, meinte denn auch der Bürgermeister in der Sitzung. Dort hieß es, der Anbau sei früher als überdachte Terrasse, jedoch nicht als Wohnraum genutzt worden.

Die Bauherren dagegen betonen, der Anbau besitze eine Innentür und war ihnen als Wohnraum verkauft worden.

Nachdem die Bauaufsichtsbehörde im Oktober 2010 die Arbeiten besichtigt hatte, forderte sie die Eigentümer auf, möglichst rasch einen Bauantrag einzureichen. Dieser ging im März 2011 bei der Gemeinde ein. Doch fehlten unter anderem der Lageplan und die Abstandsflächenberechnung.

Anfang August folgte der neue Bauantrag, der laut Gemeinderätin Sonja Schwarz jedoch wieder fehlerhaft ist: Die Abstandsflächen seien falsch berechnet, außerdem fehlten Standsicherheitsnachweise für einen geplanten Carport, neue Dachgauben und ein Vordach, das die Bauherren noch errichten wollen. Nun müssen die Pläne noch einmal nachgebessert werden. Laut Pressesprecherin Susanne Kettemer vom Landratsamt Ostallgäu bemüht sich das Bauamt wie stets um eine einvernehmliche Lösung zusammen mit der Gemeinde.

Allerdings ist im vorliegenden Fall die Zustimmung der Nachbarn zur Übernahme von Abstandsflächen unumgänglich, damit der Plan genehmigungsfähig ist.

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