Auftaktveranstaltung
Verein Hospiz Südliches Ostallgäu feiert zehnjähriges Bestehen

Betroffene auf ihrer letzten Reise begleiten: Die Unterstützung und Mitarbeit vieler engagierter Menschen hat die Hospizarbeit und auch den Verein 'Hospiz Südliches Ostallgäu' in den vergangenen Jahren wachsen lassen und entscheidend mit geprägt. Den eigenständigen Verein gibt es nun seit zehn Jahren. Mit vier Veranstaltungen feiert der Verein den runden Geburtstag

Menschen auf dem letzten Lebensabschnitt begleiten, sie auf menschlicher Ebene unterstützen – das will der Verein mit seinen Hospizbegleitern seit seiner Gründung. Man erfahre dafür aus der Region große Wertschätzung und Akzeptanz, sagt die Vorsitzende Brigitte Engelhard-Lechner.

Das zeigt sich auch an den Zahlen: 64 Gründungsmitglieder hatte der Verein 2007, 15 ehrenamtlich ausgebildete Hospizbegleiter engagierten sich in der Begleitung der letzten Lebensphase. Inzwischen zählt man 251 Mitglieder und 33 Hospizbegleiter. Dazu kommen aktuell 14 Menschen, die sich zum Hospizbegleiter ausbilden lassen. 'Das ist sehr erfreulich', sagt Engelhard- Lechner zu dem Interesse an dem Kurs. Ende November sei die Aussendungsfeier geplant, ab 2018 könnten Kurs­teilnehmer dann als Hospizbegleiter anfangen. Zudem hat der Hospizverein ein großes Betreuungs-Netzwerk im südlichen Ostallgäu aufgebaut.

Mit ambulanten Diensten, Hausärzten und stationären Einrichtungen in der Region wird eng zusammengearbeitet. Dieses Netzwerk wurde im Sommer vergangenen Jahres erweitert und gestärkt: Seitdem gibt es in Kaufbeuren und dem Ostallgäu die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV). Das Team, bestehend aus Palliativärzten und Fachpflegekräften, ermöglicht die spezielle Versorgung schwerstkranker Menschen zu Hause.

So können die Menschen die letzte Lebenszeit in ihrem gewohnten und vertrauten Umfeld verbringen. Einweisungen ins Krankenhaus werden dabei oft unnötig. 'Die SAPV arbeitet sehr gut mit uns zusammen', sagt Engelhard-Lechner. Sie hofft, dass durch dieses Team die Sicherheit der Menschen gestärkt wird und es Todkranken ermöglicht wird, zu Hause Abschied nehmen zu können.

Film und Festakt

Zum Auftakt am Donnerstag, 23. März, wird im Alpenfilmtheater ab 19.30 Uhr der Spielfilm 'Halt auf freier Strecke' gezeigt. In diesem Drama des deutschen Regisseurs Andreas Dresen aus dem Jahr 2011 geht es um einen Berliner Familienvater, der langsam an einem Hirntumor verstirbt. Die beiden halbwüchsigen Kinder müssen mit den Symp­tomen der Krankheit ihres Vaters zurechtkommen und sind mit der Situation überfordert. Auch die Ehefrau ringt um Fassung und Kraft.

Vorrangig an Fachpersonal in der Alten- und Krankenpflege richtet sich eine Fachtagung Mitte Mai. Sie dreht sich um das Thema 'Eigene Schuldgefühle und Vergebungsarbeit in der Begleitung von Menschen mit Demenz, Schwerstkranken und Sterben – Kompetenzen als Begleiter entwickeln'. Referentinnen sind Rosemarie Maier und Petra Mayer.

Ein Benefizkonzert mit alpenländischer Volksmusik findet am Sonntag, 9. Juli, um 19.30 Uhr statt. Die Veranstaltung in St. Mang in Füssen stellt Lenka Rühle mit Johannes Hitzelberger als Moderator auf die Beine. Am 22. September folgt ab 19 Uhr der Festakt im Kaisersaal. Professorin Dr. Barbara Städler-Mach von der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg hält die Festansprache zum Thema 'Die Würde des Menschen'.

Weitere Infos gibt es unter www.hospiz-fuessen.de oder 0 83 62/9 28 83 88

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