Wasserwacht
Traditionell springen Retter der Füssener Wasserwacht einmal im Jahr in den Lech

Noch gibt das Geländer den nötigen Halt. Die Jüngsten – Elena Baumgartner (15) und Katja Osterried (16) – blicken nach unten. Acht Meter sind es. 'Es ist ziemlich hoch, ich will da wieder raus', denkt sich Katja, wie sie uns später verrät. Doch dann nehmen die Mädels von der Füssener Wasserwacht ihren ganzen Mut zusammen und springen. Nur wenige Sekunden dauert der freie Fall – er endet mit einer Abkühlung, die sich wahrlich gewaschen hat.

Knapp über dem Gefrierpunkt ist das Wasser des Lechs am Samstagnachmittag, als rund 15 Füssener Wasserwachtler – bis auf Willi Baumgartner (48) meist jüngere zwischen 15 und 25 Jahren – von der Theresienbrücke in den Lech springen. Eine davon ist Carina Sprenzel aus Füssen. Sie ist zum zweiten Mal dabei und weiß, worauf sie sich einlässt. 'Es ist einer der Höhepunkte im Jahr', sagt die 20-Jährige und man sieht ihr den Spaß an.

Dass es sich beim jährlichen Spektakel an der Lechbrücke nicht nur um Gaudi handelt, wenngleich alle im Faschingskostüm springen, erklärt Wasserwachtler Marcel Ebner: 'Es geht hier auch um Kameradschaft und um den Zusammenhalt', sagt der 22-Jährige. Und freilich wolle man den zahlreichen Zuschauern auf der Brücke beweisen, 'dass wir als Wasserwacht auch bei dieser Kälte einsatzbereit sind.'

Wasser ist bitterkalt

Die 15 wagemutigen jungen Frauen und Männer springen an diesem Nachmittag noch zahlreiche Male von der Brücke. Wenngleich die Sonne scheint, ist das Wasser bitterkalt. Carina schüttelt sich: 'Beim ersten Sprung war’s nicht so schlimm. Aber jetzt habe ich das Gefühl, dass es meinen Kopf vor Kälte zerreißt', sagt sie. Doch aufgeben gilt nicht, sie und die anderen springen weiter.

Bei den Zuschauern haben sich schon richtige Fangruppen gebildet. So stehen etwa Siegfried Heller und seine Tochter Manuela am Geländer.

Die junge Füssenerin gibt sich wagemutig: 'Freilich würde ich selber rein springen – wenn ich einen Neoprenanzug hätte', versichert sie und lacht. Vielleicht beim nächsten Mal. Denn die Beiden sind – wie so viele an diesem Tag – Wiederholungstäter und waren schon öfters als Zuschauer dabei.

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