Tourismusprojekt Almdorf soll nun doch am Fuß des Kienbergs entstehen

Die Idee kam an, nur der Standort missfiel: Weil ein 'Almdorf' als Tourismusattraktion am Fuß des Kienbergs nahe des Hotels Bavaria an aus Sicht mancher Gemeinderäte steinschlaggefährdeter Stelle entstehen sollte, war es auf Widerstand gestoßen. Vor gut vier Jahren kündigte deshalb Bauherr Joachim Wohlfart an, auf die Suche nach einem neuen Standort zu gehen. Angebote lägen ihm auch aus dem Tirol vor. Nun ist er mit der Standortsuche wieder am ursprünglichen Ort angelangt. Mit 9:8 Stimmen beschloss der Gemeinderat, dafür den Flächennutzungsplan zu ändern.

Regelrecht düpiert

Regelrecht düpiert fühlten sich durch diese Entscheidung die Räte der Pfrontner Liste. Man habe sich in nichtöffentlicher Sitzung auf eine ganz andere Lösung verständigt, erklärten sie. 'Ich fühle mich hinters Licht geführt', beschwerte sich Dr. Otto Randel.

Das so zerrüttete Vertrauensverhältnis innerhalb des Gremiums werde Konsequenzen haben, kündigte er an: 'So geht es nicht!' Unangenehm überrascht zeigte sich auch Philipp Hechenberger. Man habe sich doch darauf verständigt gehabt, einen optimalen Standort für das Vorhaben zu finden.

Auch der Wunsch, das Abstimmungsverhalten zu dokumentieren, sei durch die Überrumpelung unterlaufen worden. Hechenbergers Antrag, die Gegenstimmen namentlich im Protokoll aufzuführen, stimmte Bürgermeister Beppo Zeislmeier zu.

Er verwies auch darauf, dass im Verfahren noch viele Entscheidungen anstünden, bei denen die Bedenken der Pfrontner Liste zum Tragen kommen könnten.

Manches Problem ausgeräumt

Zwei der drei Probleme, unter denen das Projekt vor vier Jahren gelitten habe, seien inzwischen ausgeräumt, hatte Bürgermeister Zeislmeier in das Thema eingeleitet, nämlich die fehlende Erschließung und die Unstimmigkeiten der betroffenen Grundstückseigentümer.

Deshalb könne man nun eine Änderung des Flächennutzungsplans angehen.

Zum Einwand seines Stellvertreters Philipp Trenkle, man wolle doch die Suche nach einem Standort für das Almdorf auf das gesamte Gemeindegebiet ausdehnen, erklärte Zeislmeier: Erst stehe die geplante Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich Kienbergstraße zur Abstimmung.

Nur wenn man sich nicht auf die verständigen könne, werde über Trenkles Antrag beraten.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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