Ammergebirge
Tour durch künftigen Nationalpark im Ammergebirge?

Soll das Naturschutzgebiet Ammergebirge tatsächlich als Nationalpark ausgewiesen werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Bergtour, zu der Landtagsabgeordnete der Grünen, Umweltschutzbeauftragte und mehrere wissenschaftliche Mitarbeiter gemeinsam an diesem Wochenende aufbrachen.

Die dreitägige Tour führte von Schwangau aus durch die Pöllatschlucht auf den Tegelberg, danach über die Kenzenhütte nach Linderhof. Zum Auftakt begrüßte der stellvertretende Landrat Hubert Endhardt die Teilnehmer. Die Abgeordneten Christine Kamm und Thomas Gehring erklärten kurz, worum es ihnen bei der Aktion ging: << Das Ammergebirge als größtes Naturschutzgebiet Bayerns stellt ein Gebiet dar, worüber es sich lohnt nachzudenken. >>

Die Idee eines Nationalparks, die Dr. Johann Ehrhardt aus Halblech vor Jahren entwickelte und die bei einer << Mobilen Redaktion >> unserer Zeitung publik wurde, ist nach wie vor aktuell. In einer dritten Planversion aus dem vergangenen Jahr sind fast nur noch staatseigene Flächen im Kalkalpin für den Nationalpark vorgesehen. Die Ausnahme bildet der in Privatbesitz befindliche Eibsee.

Bei der Bergtour der Grünen wurde über Vor- und Nachteile eines Nationalparks diskutiert, wurden Probleme und mögliche Lösungen erörtert. << Es scheint mir leicht durchführbar zu sein, >> erklärte Kamm und wies darauf hin, dass sich in der geänderten Situation das Gebiet des Nationalparks sämtliche Landanteile im Staatsbesitz befänden und eine enge Zusammenarbeit mit Tirol (eventuell EU-Fördermittel) zusätzliche Vorteile bringen könnte, um wichtige Kulturgüter und touristische Interessen zusammenzufügen.

Mit den Betroffenen reden

Die Aufklärung betroffener Kommunen, Grundstücksbesitzer und Landwirten sei deshalb eine dringende Aufgabe. << Vermeiden und Ausräumen von Problemen wollen wir im Besonderen angehen, >> versprach die Politikerin. Dass dies möglich sei, bewies Kamm anhand von Beispielen, wie Aktionen im Lech-Quellgebiet.

Hier seien in Zusammenarbeit mit örtlichen Gremien Maßnahmen verhindert worden, die sich negativ auf die landschaftliche Entwicklung hätten auswirken können. Die Wanderung im Ammergebirge sollte sich an dieses Beispiel anlehnen und helfen << die Qualität sensibler Räume zu erhalten und schützen >>, wie der Abgeordnete Thomas Gehring betonte.

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