Jubiläum
Tierheim bei Rieden am Forggensee: Seit 30 Jahren Zufluchtsort für gestrandete Tiere

Es war im Jahr 1979, als die Tierfreunde in Füssen und Umgebung mit einer Schreckensnachricht konfrontiert wurden: Das damalige Tierheim am Ortsrand der Forggenseegemeinde Rieden musste wegen der Dorferneuerung, der Flurbereinigung und eines Straßenneubaus aufgelöst werden. Nachdem die Gemeinde in der Nähe der Bundesstraße 16 ein Grundstück kostenlos zur Verfügung gestellt hatte, folgte der erste Spatenstich am 19. September 1980. Im Juli 1981 wurde das Tierheim eingeweiht. Am Sonntag, 28. August, feiert die Einrichtung ihr 30-jähriges Bestehen (Infokasten).

Nachdem auch die Mitgliederversammlung den Neubau befürwortet hatte, bekam die Füssener Baufirma Scheibel den Zuschlag. Die Aufrufe nach Hilfe zeigten große Wirkung: Baufirmen spendeten Material, Helfer fanden sich jeden Samstag an der Baustelle zum freiwilligen Arbeitsdienst ein - und viele Vereine sagten ihre weitere Hilfe zu.

520000 Mark für Tierheim

Im Juli 1981 wurde das neue Tierheim im Rahmen einer Feier eingeweiht. Das Gebäude mit seinen Außenanlagen kostete 520000 Mark. Die geldwerten Eigenleistungen beliefen sich auf 310000 Mark, an Spenden waren rund 100000 Mark eingegangen. Der Rest wurde über ein Darlehen finanziert.

Da im Landkreis nur ein Tierheim genehmigt wurde, fusionierten die beiden Tierschutzvereine Füssen und Marktoberdorf im Juni 1982, trennten sich aber bereits 1988 wieder, da Marktoberdorf eine eigene Einrichtung baute.

Der 31. August 1985 war für den Verein ein trauriges Datum: Die langjährige und engagierte Vorsitzende und Leiterin des Tierheims, Grita Fischer, verstarb. Kurz entschlossen übernahm Vesenmayer die Stelle, die sie bis 1995 ausfüllte. Nach ihrem Rückzug wurde sie zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Nachfolger wurden Dr. Helgard Schindler, Eduard Michels, Alfred Filleböck sowie im Jahr 2010 Franz Lenz, der den Verein noch heute führt. Tierheimleiterin ist Resi Braumüller.

Heute sind die Aufgaben des Heimes kaum andere als vor 30 Jahren: Gestrandete Tiere sollen vorläufig eine Heimat und einen neuen Platz finden. Tierbesitzer können Hund, Katze und Co. in Pension geben. Zwei Wünsche äußert Sabine Wismath, die stellvertretende Vorsitzende: << Es wäre wichtig, eine Pflicht zur Kastration von Katzen einzuführen. Die zunehmend größer werdende Anzahl an Stubentigern ist bald nicht mehr zu bewältigen. >> Weiter wären die Verantwortlichen froh, wenn sich ehrenamtliche Mitarbeiter für Arbeiten rund ums Tierheim (Gassi gehen, Rasenmähen, Renovierungsarbeiten oder beim Tierheimfest helfen) melden würden.

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