Einkaufszentrum
Theresienhof tritt auf der Stelle

Das seit Jahren in Füssen diskutierte Einkaufszentrum kommt nicht so richtig in Schwung: Der Theresienhof tritt auf der Stelle. Bei seiner nicht öffentlichen Sondersitzung war der Stadtrat nicht zufrieden mit den vorgelegten Plänen für die Verkehrsanbindung, teilte Bürgermeister Paul Iacob auf Nachfrage mit. Bis Ende Januar habe man den Projektentwicklern Zeit eingeräumt, um die Planungen zu überarbeiten. Das Ergebnis der Umplanung sei entscheidend für die Chance auf eine Realisierung des Einkaufszentrums, so Iacob: «Davon hängt jetzt alles ab.»

Seit über fünf Jahren wird an dem Vorhaben gefeilt, ein Einkaufszentrum zwischen Sparkasse und Theresienstraße zu realisieren. Ziel ist es, attraktive Geschäfte nach Füssen zu holen, um den Kaufkraftabfluss in andere Städte zu stoppen. Gleichzeitig bauen die Kommunalpolitiker darauf, dass die Kunden - sind sie erst einmal im Einkaufszentrum - auch die Altstadt besuchen, wovon die dort angesiedelten Geschäfte profitieren sollen.

Zwar hat die Stadt mit der Oberstdorfer Unternehmensgruppe Geiger einen Partner zur Hand, der das Vorhaben verwirklichen will. Doch richtig in die Gänge kam das Projekt bisher noch nicht - sieht man einmal davon ab, dass zwei städtische Häuser an der Schulhaus-/Theresienstraße bereits abgerissen wurden.

Im Februar dieses Jahres bekräftigte das Kommunalparlament allerdings, dass es weiter an dem Einkaufszentrum festhalten möchte - auch wenn sich keiner der von den Stadträten erhofften Textil-Giganten wie «C&A», H&M» oder K&L» im Theresienhof ansiedeln wollte.

Bei der Sondersitzung hinter verschlossenen Türen ging es nun um die Verkehrsanbindung für das Projekt. Nicht nur der Anliefer- und der Pkw-Verkehr der Kunden, auch die fußläufige Anbindung des Einkaufszentrums an die Altstadt waren laut Bürgermeister Iacob die Themen. Die vorgelegten Pläne überzeugten die Stadträte nicht, so der Rathaus-Chef.

Er selbst legt viel Augenmerk darauf, dass Kunden des Theresienhofs gut in die Innenstadt gelotst werden: «Der Magnet, der dort installiert werden soll, muss fußläufig gut an die Altstadt angebunden werden, damit auch diese Geschäfte von dem Projekt profitieren.» Das sei noch nicht optimal gelöst, auch fehle «eine attraktive Sichtachse zur Altstadt». Man habe den Planern bis Ende Januar die Möglichkeit eingeräumt, die Verkehrsanbindung zu optimieren, so Iacob.

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