Umnutzung
Thema «Engel» erneut vertagt

Noch einmal hat der Bauausschuss des Pfrontener Gemeinderats die Umgestaltung des Gasthauses «Engel/Berg» in ein Wohnhaus mit zehn Wohnungen und sechs Appartements ausgebremst. Mit fünf gegen vier Stimmen beschloss er, seine Zustimmung zum letzten Mal zu vertagen. Eigentlich hätte der Ausschuss zustimmen können, denn der Bauwerber hat alle Forderungen der Gemeinde zwischenzeitlich erfüllt und das Landratsamt die Nutzungsänderung genehmigt. Im Übrigen hatte es festgestellt, dass die Umbaumaßnahmen keiner Genehmigung bedürften. Somit muss die Gemeinde ihre Zustimmung erteilen.

Behörde sieht keine Gefahr

Stein des Anstoßes war erneut der neu geschaffene Eingang in der Fassade des Gebäudes. Dieser führt direkt auf die Straße und ist nach Ansicht des Bauausschusses unerträglich gefährlich. Anderer Ansicht war allerdings die Untere Verkehrsbehörde, die bei einem Ortstermin dessen Ungefährlichkeit festgestellt hatte. Es gehöre zur «Daseinsvorsorge einer Gemeinde» solch einen Ein- beziehungsweise Ausgang nicht zu akzeptieren und die Bürger vor Schäden zu schützen, mahnte Dr. Otto Randel. Auch Heinz Heer lehnte diese bauliche Lösung vehement ab. Zudem sei nicht verständlich, warum der Bauherr den Eingang nicht auf die andere Seite zum bestehenden Treppenhaus, wo genügend Platz sei, gelegt habe. Es sei auch nicht nachvollziehbar, wie die zuständige Behörde eine solche Lösung als ungefährlich akzeptieren könne.

Deshalb wurde beschlossen, einen weiteren Ortstermin mit der Unteren Verkehrsbehörde durchzuführen. Sollte es zu keiner anderen Entscheidung der Behörde kommen, wolle die Gemeinde festhalten, dass sie auf die Probleme und ihre Bedenken hingewiesen habe.

Verschiebung gefällt nicht allen

Die Erteilung der Zustimmung auf die nächste Bauausschusssitzung zu verschieben, fand nicht bei allen Ausschussmitgliedern Zustimmung. Die baulichen Veränderungen gefielen der Gemeinde zwar nicht, aber es sei jetzt an der Zeit, diesen Vorgang zu Ende zu bringen und das Problem mit dem Eingang unabhängig davon zu klären, mahnte Gemeinderat Klaus Frick. Dieser Ansicht waren auch drei weitere Ratsmitglieder, die sich gegen eine nochmalige Verschiebung der Zustimmung aussprachen.

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