Führungswechsel
Tegelbergbahn in Schwangau will alte Probleme mit neuem Betriebsrat hinter sich lassen

  • Foto: Ralf Lienert

Am Freitag wird bei der Tegelbergbahn ein Betriebsrat gewählt. Damit wollen weit über 90 Prozent der Belegschaft auf einer neuen Basis mit dem neuen Geschäftsführer neu durchstarten – und alte Probleme hinter sich lassen.

'Es ist genau der richtige Zeitpunkt dafür', sagt Michael Ferber. Er ist bei der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) für Seilbahnbetriebe zuständig und unterstützt die Mitarbeiter der Tegelbergbahn GmbH & Co. KG bei ihrem Vorhaben. 'Der neue Geschäftsführer kommt aus einem großen Unternehmen und wird mit Interessenvertretungen umzugehen wissen. Das ist eine gute Chance für die Mitarbeiter', sagt Ferber.

Wie bereits berichtet, heißt der Nachfolger des 2016 verstorbenen, langjährigen Tegelbergbahngeschäftsführers Franz Bucher Frank Seyfried. Er beginnt am 1. September mit der Arbeit bei der Tegelbergbahn. Zuletzt leitete der 53-Jährige die Abteilung Transportation beim TÜV Süd in München.

Auslöser für die Gründung des Betriebsrats waren 'Zustände, die man verbessern muss', sagt Ferber. Zu den Missständen unter der Führung Buchers gehört laut Mitarbeitern unter anderem, dass das Arbeitszeitgesetz nicht eingehalten worden sei. Auch seien Angestellte für die gleiche Arbeit unterschiedlich bezahlt worden.

Für Paul Iacob, den Interims-Geschäftsführer der Tegelbergbahn, ist die Gründung des Betriebsrats kein Problem. 'Sobald ein Betrieb fünf Mitarbeiter hat, haben die das Recht dazu', sagt er. Ob es zu Buchers Zeiten Missstände gab, wisse er nicht. Iacob war bis zu dessen Tod Buchers Stellvertreter. 'Ins Personalmanagement habe ich mich aber nicht eingeklinkt.'

Mehr zu den Betriebsratswahlen bei der Tegelbergbahn lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Füssen, vom 03.08.2017.

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