Symposium
Sport auch mit künstlichem Hüftgelenk: Neue Operationstechnik verhindert Schädigung der Muskeln

Der Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks - das war eines der beiden Hauptthemen beim achten Allgäuer Symposium, zu dem Orthopäden und Chirurgen aus ganz Deutschland nach Pfronten kamen. Ein Ergebnis: Die sogenannte AMIS-Technik (siehe Infokasten), die mit einem minimalinvasiven Schnitt neben der Leiste auskommt, hat sich international etabliert. Sie führt zu einer schnelleren Rehabilitation und vermeidet Muskelschädigungen: Dadurch ist diese Technik für sportlich ambitionierte Patienten von Vorteil, da die muskuläre Stabilität beim Wandern, Skaten oder Radeln von besonderer Bedeutung ist, hieß es bei dem Treffen. Diese Technik wird in der St. Vinzenz Klinik in Pfronten von Dr. Michael Geyer (Leiter der Orthopädischen Chirurgie) und dem Chefarzt der Chirurgie, Dr. Johannes Spengler, seit über fünf Jahren durchgeführt. Mit den erzielten Ergebnissen sind sie sehr zufrieden.

Das zweite Thema des Symposiums beschäftigte sich mit den Instabilitäten des Schultereckgelenks - denn diese Form der Verletzung nimmt zu. Das ist in erster Linie der wachsenden Beliebtheit des Radelns und damit der zunehmenden Zahl von Mountainbikern zuzuschreiben. Das Tragen eines Helmes kann die Verletzungen des Kopfes bei Stürzen deutlich verringern. Dagegen sind Protektoren der Schulter bisher nur bei Downhill-Bikern im Gebrauch.

Ohne sie kommt es im Falle eines Sturzes vom Rad durch den direkten Aufprall auf die Schulter leicht zu einer Zerrung oder sogar zur Zerreißung der Schultereckgelenksbänder.

Nicht alle diese Verletzungen müssen operiert werden. Bei Überdehnungen oder Teilzerreißungen der drei Schultereckgelenksbänder kann eine Ausheilung durch Schonung und Tragen einer Schlinge für einige Wochen erreicht werden, meinten die Experten. Eine Operation wurde allerdings bei dem kompletten Riss aller drei Bandanteile empfohlen.

Der international renommierte Schulterspezialist Dr. Achim Hedtmann aus Hamburg gab den Teilnehmern einen Überblick über den aktuellen Stand der Operationsmethoden.

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