Derblecken
Spöttische und bissige Anmerkungen zur Füssener Kommunalpolitik im Hirsch

Nein, sie haben es nicht leicht – die Akteure beim traditionellen Derblecken im Hotel 'Hirsch'. Michael Jakob seufzt weinerlich: 'Es ist nimma lustig, unsere ganzen Feindbilder sind weggebrochen. Kein Korte, kein Kaiser, kein Schottler, kein Fröchtenicht.' Doch tapfer macht sich Jakob mit Wolfgang Dzierzon, Reinhold Kahle, Roland Kurz und Magnus Peresson an ein Casting für 'Füssen sucht den Superfeind.' Und an diesem Abend, der unter dem Motto 'Kasperls großes Welttheater' steht, werden die Fünf zur Freude des Publikums immer wieder fündig.

Wenn Christine Bletschacher mit ihren Kindern Eva und Harald am Aschermittwoch zum Salvatoranstich einlädt, herrscht immer Hochbetrieb im 'Hirsch'. Nicht allein des süffigen Starkbiers wegen, sondern vor allem wegen des Kabaretts 'Beim Frisär'.

Seit über zehn Jahren ziehen die fünf Akteure mit Vorliebe Kommunalpolitiker durch den Kakao. Heuer greift das eingespielte Team um 'Spiritus Rector' Peresson auch auf Puppen aus dem Kasperltheater zurück, um besonders schreckliche Ereignisse (der Zerberus vom Rechnungsprüfungsausschuss) oder besonders einfältige Personen (das vom Theresienhof träumende Gretilein) besser darstellen zu können. Klar, dass da ein Krokodil (Reinhold Kahle) nicht fehlen darf.

Traurig, aber wahr

Immer wieder von 'Traurig, aber wahr'-Gesängen unterbrochen widmen sich die Akteure den großen und kleinen Problemen vorrangig in Füssen. Etwa, dass nach dem Verkauf des Hallenbad-Geländes an die Firma Hubert Schmid 'immer noch drei Millionen Baukosten von 1970 offenstehen'.

Oder dass man seit geraumer Zeit nicht mehr um den Alat- und um den Obersee herumgehen kann. Im ersten Fall habe die Stadt vergessen, 'im Herbst die Schleuse des Abflusses zu öffnen'. Beim Obersee sehe sich die Kommune aus personellen Gründen außerstande, auf den Weg gestürzte Buchen beseitigen zu lassen.

Diese und weitere spitzfindige Anmerkungen sorgen beim Publikum für reichlich Beifall und noch mehr Gelächter. Fazit: Auch ohne einen ganz großen 'Superfeind' ein ganz starker Auftritt.

Wer sich die spöttische Schau nicht entgehen lassen will: Am heutigen Freitag, 24. Februar, sowie am 2. und 9. März wird das Programm im Hotel 'Hirsch' wiederholt. Reservierung unter Telefon 08362/ 93980

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