Eröffnung
Sonderausstellung über Füssener Uhren zeigt mehr als hochkarätige Zeitmesser

Sie ist nicht nur eine enorme Bereicherung des kulturellen Angebots der Stadt - sie ist die Krönung einer aufwendigen Spurensuche der Uhrmacherfamilie Prinz und des Füssener Kulturamts: Die Sonderausstellung Füssener Uhren und Uhrmacher aus fünf Jahrhunderten, die jetzt gemeinsam mit der Jubiläumsschau «150 Jahre Uhrenfabrik Junghans» im barocken Kaisersaal des ehemaligen Klosters St. Mang eröffnet wurde. Der Liederkranz Füssen sorgte für den würdigen Rahmen der von vielen Ehrengästen verfolgten Eröffnung. Zu sehen ist bis 13. Juli hochwertige Uhrmacher-Handwerkskunst und künstlerische Vielfalt aus der Zeit von 1500 bis 1900.

<< Ohne exakte Zeitmessung können wir heute unseren Alltag nicht bewältigen >>, unterstrich Zweite Bürgermeisterin Ursula Lax. Die bekennende Uhrensammlerin erinnerte dabei an eine traditionelle Aufgabe der Stadt: Noch heute werde die Uhr im Turm des Hohen Schlosses von der Stadt unterhalten.

Olaf Trittel, Kaufmännischer Leiter der Uhrenfabrik Junghans, verneugte sich vor den Uhrmacher- meistern und Inhabern des Juweliergeschäftes Wollnitza, Dieter und Ralph Prinz, << für ihr Bewahren historischer Werte >>. Das 1861 in Schramberg gegründete Unternehmen hat nach Trittels Worten für die begleitende Jubiläumsausstellung << 150 Jahre Junghans >> das Firmenmuseum << geplündert >> und nach Füssen gebracht.

<< Sanfte Betrüger >> nannte Dieter Prinz die Uhrmacher: << Denn sie wissen, ohne Unruhe kann keine Zeitmessung stattfinden. Früher war es das Pendel, heute ist es die Unruhe, die zur Schwingungserzeugung führt. >><< Der moderne Mensch ist der Sklave seines Terminkalenders, dem bösartigsten Auswuchs der um 1510 erfundenen Taschenuhr des Peter Henlein >>, so Prinz weiter. << Das Spielerische, das Dokorative, das Ornamentale, eine Vielfalt von Formen - dies alles macht aus der Uhr ein Kunstwerk, das bis heute Bestand hat >>.

Die 1985 entdeckte silberne Taschenuhr von << Johan Maurer in Fiessen 1724-1802 >> sei der Beginn einer langen Reise in die Vergangenheit gewesen, erinnerte der Motor der Ausstellung an die Initialzündung. Auf manch abenteuerliche Weise seien weitere Exponate bedeutender Uhrmacher aus Füssen und Umgebung aufgetaucht.

Ein Feuer war gelegt, das vor allem auch Sohn Ralph erfasst habe, der alle ausgestellten Uhren restauriert hat und so erst die Zeit-Reise der besonderen Art ermöglichte. Die zur Ausstellung aufgelegte Broschüre ist bei Juwelier Wollnitza und im Museum der Stadt Füssen erhältlich.

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