Sonderausstellung im Museum der Stadt Füssen: Japanische Puppen für Alltag und Fest

Anlässlich der 20-jährigen Städtefreundschaft mit der japanischen Stadt Numata und des Besuches einer Delegation aus der Stadt Himeji wird im Museum der Stadt Füssen am Mittwoch, 23. September, ab 17 Uhr die Ausstellung 'Japanische Puppen für Alltag und Fest' eröffnet. Der Umgang mit Puppen in Kult und täglichem Leben hat in Japan wohl schon lange eine bedeutende Rolle gespielt. Wie in anderen Kulturen, findet man menschliche Figuren hier als Grabbeigaben bereits in prähistorischer Zeit bis etwa ins dritte Jahrhundert unserer Zeitrechnung. In der Heian-Zeit (794 bis 1185) werden Strohpuppen mit magischer Symbolkraft erwähnt. In Zeiten von Seuchen setzte man sie auf Gewässern aus, damit sie die Krankheit mit sich fort tragen sollten.

Später wurde die Puppe zum Talisman, zum Freundschaftsgeschenk, zum Zimmerschmuck oder zur berühmten Theaterspielfigur. Als Kinderspielzeug waren Puppen besonders seit dem 17. Jahrhundert, also der Tokugawa-Zeit, sehr beliebt. Man formte sie meist aus Ton in Holzmodeln, brannte sie und malte sie bunt an. So wurden sie im ganzen Land als billiges Spielzeug verkauft. Heute dienen Puppen aus den verschiedenen Regionen vielfach als Schmuck- und Kunstobjekte, die von Sammlern sehr gesucht werden. Am häufigsten dargestellt werden Tänzerinnen in Geisha-Gestalt und -Gewand, historische Krieger oder Szenen aus dem Alltagsleben.

Schwendners Sammlung

Seit etwa 25 Jahren widmet sich Werner Schwendner dem Erwerb und der Sammlung japanischen Spielzeugs. Als er 1990 ein Seminar für Stukkateure in Japan leitete, erwachte sein Interesse für diese fernöstliche Kultur. Beim Aufbau der Sammlung stand stets Schwendners Interesse an der japanischen Formen- und Materialienvielfalt im Vordergrund. Insbesondere unterschiedlich gearbeitete und dekorierte Puppen und Spiele des Alltags erfreuen den Sammler immer wieder aufs Neue, da sie direkte Eindrücke vom Leben in den verschiedenen Gegenden Japans übermitteln.

Ausstellungsdauer: von Donnerstag, 24. September, bis Sonntag, 25. Oktober, von Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr.

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