Segnung
Seit gestern steht wieder eine Figur des Heiligen Nepomuk auf der Lechbrücke bei Lechbruck

Die Figur des Heiligen Nepomuk steht nun endlich wieder auf ihrem gewohnten Platz auf der Lechbrücke zwischen Lechbruck und Prem. Obwohl auch beim dritten und letzten Anlauf für das große Ereignis das Wetter nicht gerade heiter war, wurde die Figur gestern an ihrem Bestimmungsort aufgestellt. Weil das geplante Brückenfest ins Wasser fiel, fand die Segnung in der Lechbrucker Pfarrkirche statt. Im Anschluss begleiteten die Musikkapellen Prem und Lechbruck, die Fahnenabordnungen der Vereine sowie viele Festgäste den Nepomuk zu seinem Ehrenplatz, den man ihm im Jahr 1836 zugewiesen hatte.

Der Festgottesdienst mit Segnung der Heiligenfigur wurde von den katholischen Pfarrern Gebhard Schneider (Lechbruck) und Günther Bäurle (Prem) mit ihrem evangelischen Amtsbruder Dirk Wollenweber aus Peiting gemeinsam gestaltet.

In seiner Ansprache danach betonte Prems Bürgermeister Herbert Sieber: 'Für unsere beiden Flößergemeinden ist der Heilige Nepomuk ein Stück Heimat.' Er sprach die Besonderheit dieser Segnung für die Bürger von Lechbruck und Prem an und erklärte in einem kurzen geschichtlichen Abriss die Zusammenhänge, die der Heilige Nepomuk mit den Orten, deren Geschichte und Entwicklungen verbinden.

Eine wichtige Rolle spielen dabei die Flößerei und die damit verbundenen Handels- und Handwerkszünfte, aber auch der gemeinsame Glaube und die Heimatverbundenheit seien Werte, die eine Gemeinsamkeit in den Nachbargemeinden darstellen. 'Diese Figur ist damit ein Zeichen für Liebe und Treue zur Heimat und wir tun gut daran, an dieser Heimat und der Geschichte unserer Dörfer festzuhalten', so Sieber weiter.

Als Brückenheiliger und Schutzpatron der Flößer habe man ihm dies- und jenseits des Lechs immer besondere Bedeutung zugemessen. Darum wurde die Figur auf der Brücke immer in Ehren gehalten, obwohl sie auch, wie Sieber berichtete, vielfach zerstört oder beschädigt, aber immer wieder ersetzt oder neu geschaffen wurde.

Obwohl der Regen kaum nachließ, vereinigten sich Musikkapellen, Fahnenabordnungen und Gäste zum Festzug, um den Nepomuk auf der Kutsche zur Lechbrücke zu begleiten. Dort steht er nun wieder jedem zur Seite, der den Lech als Gemeinde-, Landkreis- oder Regierungsbezirksgrenze überquert.

'Der Nepomuk wäre es wert, beim Passieren innerlich kurz inne zu halten, einen guten Gedanken zu fassen oder zumindest ein Kreuzzeichen zu machen', wünschte sich Prems Bürgermeister am Schluss.

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