Mesner
Seit 30 Jahren führt Bruno Ehrentreich unauffällig Regie in der Kirche St. Mang

«Danke, dass Sie so unauffällig Regie führen.» Das steht in einem der Glückwünsche an Mesner Bruno Ehrentreich (48), der nun seit 30 Jahren im Amt ist. Gemeint ist damit die Hauptaufgabe, sich in der überregional bedeutenden Basilika St. Mang als Zeremoniar um alles zu kümmern, was für den Ablauf der liturgischen Feiern notwendig ist. Ein aufwendiger Dienst, besonders an all den großen Festtagen. Von Kindheit an war der Füssener in St. Mang Ministrant - doch eigentlich, erinnert sich der 48-Jährige, << wollte ich Installateur werden >>. Doch der damalige Mesner Franz Lipp erkannte die besondere Neigung des Buben. Er bildete ihn aus, und Bruno Ehrentreich, der zunächst auch im Pfarrbüro mithalf, erwarb auf Lehrgängen in Freising die Qualifikation zum Beruf des Mesners.

Seit dem 1. September 1979, als er mit 15 Jahren in St. Mang anfing, sind es zwar bereits 32 Jahre, doch liegen zwei Jahre Zivildienst dazwischen. Unmittelbar danach konnte er die Stelle als hauptamtlicher Mesner antreten, denn Franz Lipp war plötzlich erkrankt und ging in Ruhestand.

Für die junge Familie mit zwei Kindern war das nicht immer einfach. Seine Frau Irmtraud (sie starb 2005) trug von Anfang an auch die ungewöhnlichen Arbeitszeiten mit. << Sie musste in vielem zurückstecken, das geht nur gemeinsam >>, sagt Ehrentreich heute. Und er würde sich wieder für diesen Beruf, der auch Berufung ist, entscheiden. Seine Vorgesetzten im Lauf der Jahre, zuerst Ludwig Steiger, dann Karlheinz Knebel und jetzt Frank Deuring, haben eines gemeinsam: << Sie haben mir immer freie Hand gelassen, ich kann sehr selbstständig arbeiten. >>

Unter all den Aufgaben liegt ihm die Arbeit mit den Ministranten besonders am Herzen. Bei den wöchentlichen Treffen steht das Lernen und Proben im Vordergrund, aber die Freude, die Ausflüge und Ferienaufenthalte kommen nicht zu kurz. Die Pflege der fünf Filialkirchen - wobei die Spital- und die Krippkirche immer offen stehen - und besonders intensiv St.

Mang selbst wäre ohne ein gut eingespieltes Team nicht möglich. Dazu kommen handwerkliche Tätigkeiten, kommen Kirchenschmuck und Organisation der Führungen mit den qualifizierten und engagierten Ehrenamtlichen. Auch die KAB hat in ihm einen sehr regen Vorsitzenden, wie nicht zuletzt die beliebten Fahrten beweisen.

Wenn diesen Sonntag beim Gottesdienst die Pfarrgemeinde ihrem Mesner dankt, werden wohl auch ehemalige Ministranten dabei sein. Denn der 48-Jährige betreut inzwischen schon Ministranten, << deren Väter ich in den Dienst am Altar eingewiesen habe >>.

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