Schwarzbauten Kampf angesagt

Bauten im Wasenmoos
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  • Foto: Günther Bartsch
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Füssen (hs). - Der Dornröschenschlaf um eine illegal errichtete Siedlung bei Füssen ist beendet: Nach einer fast 20 Jahre währenden Stillhaltephase drängt das Landratsamt Ostallgäu nun auf den Abriss von Schwarzbauten im Wasenmoos. Gegen drei erste Beseitigungsanordnungen wehren sich die Eigentümer, Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Augsburg sind anhängig. Rund 150 nicht genehmigte bauliche Anlagen - vom Zaun bis zum Bungalow - wollte die Kreisbehörde bereits in den 1980er Jahren entfernen lassen. Schon 1933 wurde ein 'grundsätzliches Bauverbot' für das Wasenmoos ausgesprochen', nur hielt sich nie jemand daran. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden in dem idyllisch gelegenen Gebiet westlich von Füssen etliche Gebäude ohne behördliche Genehmigung. Die Ämter drückten ein Auge zu, es herrschte große Wohnungsnot.

Im Laufe der Jahre aber wurden aus den einfachen Gebäuden stattliche Wohnhäuser, auch kamen viele Ferienhäuser hinzu. Ab den fünfziger Jahren, vor allem aber seit 1982 versuchten die Ämter, den Schwarzbau-Wildwuchs im Moor zu beenden: 155 bauliche Anlagen müssen abgerissen werden, hieß es damals. Doch seinerzeit handelte Innen-Staatssekretär Heinz Rosenbauer mit den Behörden ein Stillhalte-Abkommen bis zur Planreife für die A7 aus. Inzwischen durchschneidet die Autobahn das Gebiet und das Landratsamt will den Fall Wasenmoos abschließen - nicht zuletzt wegen bis in jüngste Zeit neu erfolgter Schwarzbauten. Für drei Gebäude wurden Beseitigungsanordnungen erlassen. Dagegen wehren sich die Eigentümer, das Verwaltungsgericht Augsburg ist am Zug. Wie viele Schwarzbauten letztlich abgerissen werden sollen, steht noch nicht fest. Für die Stadt Füssen hofft Zweiter Bürgermeister Walter Ganseneder auf 'Fingerspitzengefühl' bei der Vorgehensweise der Behörde. Chancen, die Schwarzbauten jetzt noch zu legalisieren, sieht er aber nicht.

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