Haushalt
Schwangau reduziert Verbindlichkeiten um rund 400 000 Euro

Positive Nachrichten hat Schwangaus Kämmerin Christiane Gschwend am Montagabend im Gemeinderat verkündet. Denn die Schlössergemeinde will ihren Schuldenberg heuer von 6,3 Millionen Euro auf rund 5,9 Millionen Euro zum Ende des Jahres abtragen. Entscheidend dafür ist laut der Finanzexpertin, dass das Kurhaus jetzt per Erbpachtvertrag vermietet ist. Alle 16 Kommunalpolitiker stimmten sowohl Haushalt als auch Finanzplan bis 2015 geschlossen zu.

500 000 Euro jährlich

Waren es laut Gschwend in den vergangenen Jahren noch rund 500 000 Euro (brutto), die die Kommune jährlich ins Kurhaus steckte, fielen fortan nur noch an die 20 000 Euro für gemeindliche Veranstaltungen an – 'deswegen hat man das auch gemacht', resümierte die Kämmerin.

Heuer soll nur noch die Tiefgarage des Kurhauses saniert werden, dann ist Schluss. Die Kosten: rund 150 000 Euro. Wie berichtet, hat Schwangau unterm Strich fast 2,5 Millionen Euro ins Kurhaus investiert – fortan wird es vom heimischen Braumeister Andreas Helmer auf eigene Kosten betrieben.

Nicht nur Kurhaus gibt Ausschlag

Doch nicht nur die gesunkenen Ausgaben fürs Kurhaus waren ausschlaggebend für die guten Zahlen. Zuletzt 'waren es sehr erfolgreiche Jahre', sagte Bürgermeister Reinhold Sontheimer (CSU) und verwies auf die allgemein gute wirtschaftliche Stimmung.

Die wirkte sich laut Gschwend auch auf die Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt aus. 'Der Anstieg gegenüber 2011 mit veranschlagten 975 200 Euro ist im Wesentlichen auf erwartete Mehreinnahmen beim Kurbeitrag, Fremdenverkehrsbeitrag sowie der Gewerbesteuer, der Einkommenssteuer, den Schlüsselzuweisungen und Einsparungen bei der Kreisumlage zurückzuführen', so Gschwend.

Bei den Räten kamen ihre Erklärungen gut an. Die hatten zuvor im Ausschuss die einzelnen Posten bei zwei Sitzungen detailliert durchgekaut. 'Man sollte da jetzt nicht bei jedem einzelnen Posten rumfieseln', sagte Max Häring (FW).

Johann Stöger (FDG) sowie Roman Seider (SPD) schlossen sich inklusive Dank an Kämmerin und Verwaltung seinen Worten an. 'Herr Seider, wenn Sie das bestätigen, hat das ein besonderes Gewicht', sprach Rathauschef Sontheimer mit einem Augenzwinkern das Schlusswort vor der Abstimmung.

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