Schulterschluss
Schwangau braucht keine Umgehung

Ja zum Dialog mit Füssen, doch keine Lösung Füssener Verkehrsprobleme auf Kosten einer Landschaftszerstörung in Schwangau: Dies ist eine der wichtigsten Forderungen der Interessengemeinschaft (IG) 'Schwangau braucht keine Umgehungsstraße', die vor kurzem gegründet wurde. Sprecher des lockeren Zusammenschlusses ist Dr. Michael Krehl. Waren es bisher in erster Linie Schwangauer Bauern, die sich aufgrund des Flächenverlustes gegen die Umfahrungspläne wehren, so kommen nun Geschäftsleute, Hoteliers und Privatvermieter hinzu.

Vielen Hoteliers geht es vor allem darum, die Natur in Schwangau zu erhalten, denn sie sei vor Ort das 'Hauptkapital' – 'von der Natur leben wir', betont Erhard Thurm, Inhaber des Hotels 'Rübezahl'.

Auch Privatvermieter wehrten sich bei der Versammlung dagegen, dass das Landschaftsbild zerstört wird. Michael Merath, Ortssprecher von Brunnen, sieht ebenfalls Gefahren für den Tourismus. Zudem gingen 'fruchtbarste Wiesen für die Landwirtschaft verloren'.

Zusätzliche Argumente führen einige Geschäftsleute an. Sie befürchten 'Geldeinbußen' und prophezeien den Verlust von Arbeitsplätzen in ihrer Gemeinde.

Alle zwei Wochen will sich die Interessengemeinschaft künftig treffen, um den aktuellen Stand der Dinge zu diskutieren. Ein Flugblatt zur Thematik soll erarbeitet werden. Darüber hinaus ist den Verantwortlichen der Dialog mit Dr. Hans Martin Beyer (CSU), dem Initiator des 'Moderierten Dialogs', wichtig.

Wenn auch Verständnis dafür bestehe, dass die Verkehrssituation in und um Füssen an 'einigen Tagen im Jahr' durchaus problematisch sei, zeigten sich die Unterstützer der Interessengemeinschaft verwundert darüber, dass bisher in der Füssener Innenstadt keine der angedachten Lösungen umgesetzt wurden – noch dazu, wo das geplante Einkaufszentrum die Lage noch verschärfe.

Eine Schwangauer Umgehung vergrößert nach Ansicht der Gemeinschaft die Probleme: So würde der 'mautvermeidende' Schwerverkehr von der A 7 geradezu 'weggesaugt' und dann über die B 17 nach Augsburg oder München gelenkt.

Jahrelange Baumaßnahmen würden den 'Schwangau Tourismus extrem gefährden', war sich die Versammlung einig. Der vereinzelt auftauchende Durchgangsschwerverkehr sei durchaus verbesserungswürdig – jedoch lasse sich dieses Problem mit einer Sperre der B 17 für Lastwagen über 3,5 Tonnen zwischen Grenze und König-Ludwig-Brücke 'leicht lösen'.

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