Vortrag
Schonend für den Patienten

Patienten schonende Eingriffe mit der Schlüsselloch-Chirurgie sind am Füssener Krankenhaus möglich geworden. Auf diese moderne OP-Technik, die auf große Schnitte verzichten kann, setzen Dr. Thomas Koeth und sein Team. Für den Patienten ist dies ein Gewinn, bestätigt der Füssener Alfred Nieberle, der einen Vortrag über Bauchchirurgie besuchte. Nieberle nutzte das Angebot, die Instrumente einmal selbst in die Hand zu nehmen, die seit über einem halben Jahr auch in Füssen in der laparaskopischen Chirurgie zum Einsatz kommen (siehe Infokasten).

Als Patient war der 82-jährige Nieberle voll des Lobes für «seinen Chirurgen», der den Vergleich ziehen kann: «Ich habe nun zwei Operationen hinter mir.» Die erste Leistenbruch-OP wurde noch mit alter Methode durchgeführt. «Die Wunde tat noch eine Woche bei Bewegungen weh. Beim, zweiten Mal hat mich Dr. Koeth operiert. Nach diesem kleinen Eingriff fühlte ich mich schnell wieder wohl.»

Über den medizinischen Fortschritt informierte sich auch Fritz Boldt. Der 66-Jährige hat in nächster Zeit eine OP vor sich, die vom Füssener Chirurgen ebenfalls «minimal-invasiv» durchgeführt wird. «Man will ja Bescheid wissen, was auf einen zukommt», sagt er. Jetzt sieht Boldt dem Eingriff gelassener entgegen. Denn er weiß: Diese neue Chirurgie, die großes Können und Erfahrung verlangt, hat zahlreiche Vorteile für Patienten.

So belastet der Eingriff die Organe weniger als die herkömmliche OP. Die Wundfläche ist nur winzig klein. Es ist nicht mehr notwendig, den Bauch 20 Zentimeter aufzuschneiden, um eine nur einen Zentimeter große Wunde zu behandeln.

Das zeigte Koeth mit Fotos und aktuellen Filmaufnahmen aus der Praxis. Für den medizinischen Laien könne es schon leicht schockierend sein, «wenn er ein entzündetes Organ in dieser Vergrößerung sieht». Für solch spektakuläre Kamerafahrten und seine verständlichen Kommentare erhielt der leitende Arzt im Chirurgie-Team Beifall. Im kleineren Kreis des Publikums war es bei diesem «Chirurgie-Kino» nicht nur einer Seniorin aus Füssen zeitweise etwas mulmig geworden. Trotzdem will sie möglichst keinen der Vorträge «Chirurgie zum Anfassen» verpassen. (ha)

Am Donnerstag, 16. Dezember, 19 Uhr, wird im Füssener Krankenhaus die Reihe «Chirurgie zum Anfassen» fortgesetzt. Dr. Kai Scriba spricht über Gelenkchirurgie. Der Füssener Chefarzt beantwortet dabei auch gerne Fragen.

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