Allgäuer Berge
Schluss mit Parkchaos und aufgeschreckten Tieren: Neue Konzepte gegen den Ansturm

2020 herrschte ein regelrechter Ansturm auf das Allgäu.
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Bedingt durch die Corona-Pandemie erlebte das Allgäu 2020 einen Ansturm auf die Berge. Es entstand ein regelrechter Hype. Doch wenig überraschend brachten die vielen Menschen auch große Probleme mit sich.

Parkplätze im Allgäu überfüllt

Ein Problembereich seien die Parkplätze gewesen, sagt Peter Rohwedder, 2. Vorsitzender der DAV-Sektion Füssen im Interview mit allgäu.tv: "Die Parkplätze waren hoffnungslos überfüllt." Viele hätten in Wiesen geparkt und sich nicht an Parkverbote gehalten. "Das Ost- und Oberallgäu wurden völlig überrannt", so Rohwedder.

Menschenmassen belasten die Natur

Auch für die Natur sind die Menschenmassen eine Belastung. Zwar gibt es ganz klare Regeln, die vorschreiben, wo Wanderer gehen dürfen und wo nicht. Doch viele würden die Lenkungs- und Schutzmaßnahmen einfach ignorieren oder gar nicht kennen, so Rohwedder. Vor allem auf die sensiblen Bereiche der Natur wie beispielsweise Feuchtgebiete, werde dadurch der Druck zu groß, meint Rohwedder. Zusätzlich sollten Besucher auch darauf achten, wann das Wild aktiv ist.

Sollte der Ansturm auch 2021 weitergehen, muss sich aus Rohwedders Sicht einiges ändern. Er denkt unter anderem an digitale Parkplatz-Reservierungen, sodass der Wanderer schon im voraus weiß, ob er noch einen Parkplatz bekommt. Außerdem müsse sich auch das Verhalten der Bergsteiger verbessern. "Sonst leidet die Natur noch mehr, als sie eh schon leidet", so Rohwedder. Zusätzlich müsse der DAV noch mehr auf Lenkungsmaßnahmen hinweisen und Bewusstsein dafür schaffen, dass die Natur nur eine gewisse Anzahl an Menschen verträgt.

Wie geht es 2021 weiter?

Ob es auch 2021 im Allgäu zu einem erneuten Besucher-Ansturm kommt, hängt laut Rohwedder von der Entwicklung der Corona-Pandemie ab. Dabei ist vor allem die Situation an den Grenzen entscheidend. Sollten Tirol und andere Länder die Grenzen dicht machen, so könne sich der Ansturm nicht auf die Alpen-Gebiete im Ausland oder andere Ferienregionen entzerren. Statt nach Mallorca zu fliegen, machen die Deutschen dann Wanderurlaub im Allgäu, nennt Rohwedder ein Beispiel.

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