Jubiläum
Schloss Hohenschwangau wird 180 Jahre alt

Bereits König Ludwig II. schwärmte in unzähligen Briefen an seine enge Vertraute Sybilla von Leonrod: 'Seit meinen Kindheitstagen schon liebe ich es, weil ich dort eine Welt von herrlichen Erinnerungen vorfinde.' Als 'Feenschloss' hatte es einst schon sein Großvater und Vor-Vorgänger auf dem Thron bezeichnet. Und heute besuchen es bis zu 2000 Touristen täglich – die Rede ist von Schloss Hohenschwangau.

Vor genau 180 Jahren wurde der Wittelsbachersitz in seiner heutigen Form fertiggestellt. '1837 setzten Arbeiter im Auftrag des Kronprinzen und Bauherrn Maximilian dem II. den Schlussstein des Baus', bestätigt der heutige Kastellan des Schlosses, Gerhard Luxenhofer. Noch heute erinnert deshalb ein roter Ziegelstein im Eingangsbereich des Schlosses an dessen Erbauung vor 180 Jahren. Doch die Ursprünge Hohenschwangaus liegen noch deutlich weiter zurück.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde eine 'Burg derer von Schwangau' am heutigen Ort im zwölften Jahrhundert. Es ist sogar gut möglich, dass die Wurzeln noch weit älter sind. 'Ich vermute, dass schon die Römer eine Befestigungsanlage hier errichtet hatten', sagt Luxenhofer, der das Schloss heute mit verwaltet. 'Der strategische Standpunkt der Erhebung oberhalb des Alpsees dürfte schon damals ideal für eine Festung gewesen sein'. Was folgte, war ein Auf- und Ab für den Rittersitz.

Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Besitzer von Hohenschwangau häufig, es gab Blütezeiten, aber auch Phasen des Verfalls. 1832 schließlich erwarb Kronprinz Maximilian von Bayern die inzwischen fast gänzlich marode Ruine. Der Wittelsbacher hatte zunächst das Hohe Schloss in Füssen zu seinem Wohnsitz machen wollen, entschied sich dann aber für einen Neubau im Stile der Neugotik in Hohenschwangau.

Warum Hohenschwangau nach Luxenhofers Meinung nicht im Schatten von Neuschwanstein steht und was sich im Laufe der Zeit am Wittelsbachersitz verändert hat, lesen Sie in der Mittwochsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Füssen, vom 08.11.2017.

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